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Donnerstag, 19. Juni 2014

Schlachtbericht: das große Gemetzel!

Endlich war es soweit, das erste Spiel mit den neuen Regeln der 7ten Edition!
Vier hochmotivierte Herren trafen sich in lockerer Runde: Tau und White Scars Space Marines (Motorrad-Junkies) gegen die vereinigten Streitkräfte des Chaos.
Ein grober Überblick:
Spieler 1 brachte 3 kleine Feuerkriegertrupps, ein paar Geister (so eine Art Scouts), einen dicken Schwebepanzer, 2 kleine Piranha-Schwebepanzer, einen dicken Riptide-Kampfanzug und einen Commander mit Nahkampfausrüstung mit.
Sein Kollege hatte natürlich 2 große Trupps Mopedfahrer (einer mit Flammenwerfern und einer mit diesen neumodischen Grav-Waffen) dabei, zwei kleine Trupps Marines mit Rhino-Transportpanzer, ein Cybot mit Landungskapsel, ein Moped mit Beiwagen und natürlich den Moped-Meister Korsarro Khan (Khaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaan!).

Auf meiner Seite hatten wir eine bunte Tüte Chaos ausgepackt, im Detail waren das ein Chaoslord des Nurgle, ein dunkler Apostel, 2 x 24 Kultisten als Leibgarde für den Apostel, 3 x 5 Seuchenmarines mit Rhino (2x mit Plasmaknarren, 1x mit Meltern), einen dicken Land Raider mit Khorne-Berserkern, zwei Kyborgs, 6 Noisemarines mit Bassblaster, 2 Chaosbruten und ein Klauenmonstrum.

Die Mission lautete: Erobert das Relikt in der Mitte des Schlachtfeldes.

Wir bildeten also eine Schlachtreihe, indem wir unsere Seuchenmarines in Reichweite des Reliktes aufstellten. Im Zentrum lag eine Ruine, in der wir Kyborgs und Noisemarines als Feuerunterstützung postierten und der Rest verteilte sich auf die Flanken. Das sah dann etwa so aus:
Wie man schon hier erahnen kann, verteilten unsere Gegenspieler ihre Armeen gerecht auf beide Flanken - ärgerlicherweise drohten da schon die Flammenwerfer-Mopeds, sich unserer Kultisten anzunehmen (die farblosen Dinger auf der rechten Seite) und die gefährlichen Gravwaffen-Mopeds warteten links auf ihren Einsatz gegen unseren Land Raider...
Naja was solls, viel Feind viel Ehr'... Das erste Bierchen wurde vernichtet, die Würfel schonmal warmgewürfelt und der Spaß konnte beginnen.

Das Chaos hatte den ersten Zug, also rollten wir vorwärts. Zwei Seuchenmarine-Einheiten stiegen aus ihren Autos aus und hoppelten zum Relikt, der Chaoslord mit seinen Jungs rumpelte in Richtung Gegner, um eventuell in die ersten Nahkämpfe einzugreifen. Rechts humpelten die Kultisten nach vorne, links rollten die Berserker munter drauflos. Wie geplant zerlegte Ihr Land Raider dann auch das erste gegnerische Rhino - First Blood für das Chaos!!
Rhino Nummer zwei war leider nicht so kooperativ, denn es liess sich durch unser Klauenmonstrum leider nur lahmlegen...
Die Noisemarines sorgten für die nächste Überraschung beim Gegner, denn der Bassblaster verdampfte eine Handvoll Feuerkrieger, ohne dass diese sich davor hätten schützen können.
Der Meister des Chaos war zufrieden, die nächste Runde würde sehr interessant werden...
Interessant war nicht ganz das passende Wort, denn ein erster Rückschlag zeichnete sich ab, als die Khorne-Berserker die Motorräder angriffen - drei Verluste im Abwehrfeuer, mehr als bescheidener Nahkampf und dann durften die Mopeds auch noch dank Sonderregel einfach aus dem Nahkampf flüchten!
Aber es kam noch dicker! Auf der rechten Seite machten sich Khan und seine Flammenwerfer-Freunde zum Angriff bereit.
Obwohl es sich hier eigentlich um Modelle einer ganz anderen Armee handelte (Dark Angels), die noch nichtmal bemalt waren, brannten sie eine große Schneise in unsere Kultistentruppen. Fairerweise muss man zugeben, dass die Kultisten auch nur zur Hälfte bemalt waren...vielleicht lag es auch daran.
Etwas überbelichtet, aber man erkennt schon, dass da weit weniger als 48 Kultisten stehen...

Der Cybot plumpste mit seiner Landungskapsel auf das freie Feld hinter dem Land Raider und zersiebte selbigen auch prompt - autsch!
Gefühlte 3 Millionen Tau-Geschosse später zerlegte es auch unser erstes Rhino und einen Seuchenmarine - wir waren also gewarnt, dass es jetzt ernst wurde.
Khorne-Berserker auf freiem Feld ist übrigens eine dumme Sache, denn man steht frei und kann beschossen werden.
Als wir dann endlich unsere zweite Runde starteten, blieben nur zwei Berserker übrig...

Wahrscheinlich weil dieses Moped schon korrekt als White Scar bemalt war, endete dieser Nahkampf mehr als enttäuschend für unsere Jungs.
Nach der unvollständigen Zerstörung des Rhino-Transporters hatte es unser Klauenmonstrum ebenfalls zerlegt, wir standen also quasi ohne Nahkampfpower da.
Das Loch im Boden war mal das Monstrum...
Nicht verzagen, erstmal den doofen Cybot wegmeltern - dachte ich mir zumindest. Die Würfel versagten, die Plasmapistole des Lords ebenfalls...
Vor lauter Frust entschied ich mich, das Ding anzugreifen.
Man stelle sich dazu klägliche "Dengel-Dengel"-Geräusche vor.
Seuchenmarines starben, der Cybot verlor einen Rumpfpunkt und auf der rechten Flanke verloren die Kultisten ihren Nahkampf gegen Khan & Co. - nur die Steherqualitäten des Apostels bewahrten sie vor dem totalen Untergang.
Noisemarines verdampften noch ein paar Feuerkrieger, Seuchenmarines sicherten das Relikt - eigentlich prima, doch nun war unsere Runde zu Ende und der Gegner bekam Verstärkung!
Eroberung des Reliktes
Aaaaaah, Riptide!
Kultisten und Apostel lösten sich nun in Wohlgefallen auf, wobei das Apostel-Modell auch gleich ein paar Teile verlor (verdammt mieses Material dieses "Finecast") und Khan entschied sich für einen Ausflug auf die Bahamas - denn für ihne gab es nichts mehr zu tun auf dem Spielfeld.
Khan fährt heim...
Massiver Beschuss zerlegte meine Seuchenmarines, mein Chef bekam den Cybot einfach nicht klein und wurde schließlich von dessen Stahlklauen zerdrückt. Den Bassblaster verlor ich durch den neu eingetroffenen Riptide.
Zwei Spielrunden vorbei und auf unserer Seite standen nur noch ein Rhino, drei Noisemarines und zwei Kyborgs... auweia!
Das Relikt war nun sicher in den Händen des Feindes.
Geister sichern das Relikt.
Zeit für verzweifelte Aktionen! Mit Sturmkanonen schafften es meine Kyborgs, den Riptide schonmal leicht anzukratzen, das Rhino dampfte ein bisschen durch die Gegend.
Immerhin retteten wir uns noch über diese Runde, was den Tau sogar noch Gelegenheit gab, ihren Commander aus der Reserve neben Riptide und Noisemarines zu schocken und einen Kyborg zu erschießen.
Die 4. Runde war dann der Zeitpunkt für die angekündigten Verzweiflungsakte: Der Kyborg griff den Riptide im Nahkampf an und die 3 Noisemarines den Tau-Commander.
Endergebnis: alle platt!
Deutlicher Sieg für die Tau-Marine-Allianz, das Chaos komplett ausgelöscht.
Bis auf einen Ehren-Missionspunkt für den ersten Abschuss (First Blood) hatten wir keinen Blumenstrauß gewinnen können.
Bis auf ein paar Krater und Rhino-Wracks alles frei vom Chaos.


Fazit:
Die Änderungen zur 6ten Edition waren wirklich nur marginal, der Spielfluss war gut und nur wenige Sachen mussten wir wirklich nachschlagen - sehr positiv! In den nächsten Spielen werden wir dann noch ein paar Dinge erproben, speziell die Psi-Phase reizt mich sehr, sowie die neuen Regeln für Flieger und fliegende Monster.
Das Spielergebnis zeigt aber auch wieder, wie unausgeglichen die Armeen sind. Durch unsere Beschränkung auf Chaos Space Marines hatten wir wenig Auwahlmöglichkeiten und es war uns auch nicht bewusst, dass soviele Standards garnicht nötig sind. Als Chaosspieler sollte man wirklich nur minimale Standards mitnehmen und alle Punkte in harte Einheiten investieren. Leider ist das dann sehr stillos, da gerade im Standard-Bereich soviele coole Einheiten stecken, die vor Allem mit dem Storyhintergrund (Fluff) super korrespondieren. Einfach augedrückt: wenn ich ne Nurgle-Armee spiele, möchte ich viele Seuchenmarines, Bruten und ein paar Panzer spielen - darf ich aber nicht, weil ich dann viel zu schwach aufgestellt bin um gegen andere Armeen zu bestehen.
Der Space Marine dagegen wird von seinem Regelbuch sogar belohnt, wenn er z.B. einen Orden wie die White Scars spielt, denn er bekommt dann sogar Sonderregeln spendiert, die seinen Mopeds z.B. die Flucht aus dem Nahkampf ermöglichen.
Naja und über die Tau verliere ich nicht viele Worte, sondern warte einfach auf die Erkenntnis, wie man die überhaupt fluffig und nett aufstellen kann...
Zu diesem allgemeinen Problem kamen noch ein paar Faktoren hinzu, die schlicht unglücklich aber ungewollt waren. Exemplarisch dafür wohl der Moped-Trupp mit den 4 Flammenwerfern, den normalerweise kaum jemand so spielen würde, der aber das perfekte Gegenmittel zu unseren 48 Kultisten darstellte. Da wir uns vorher nicht über Listen abgestimmt hatten, war das einfach ein böser Zufall.
Trotzdem war es ein spassiger Abend, wir werden unsere Chaostruppen nochmal überdenken und es dann mit anderem Konzept nochmal versuchen. Alternativ denken wir auch über eine Kombination Chaos-Necrons für's nächste Spiel nach.
Es gibt noch viel, was wir nicht ausprobiert haben und ich spiele Chaos schon seit ich mit Warhammer 40.000 angefangen habe und höre jetzt sicher nicht damit auf.
Immerhin gabs ja auch lecker Pizza, Bier und Whisky zum Spiel und solange man sich nicht in die Wolle kriegt, ist jede Spielrunde eine gute Spielrunde.
In diesem Sinne bis zum nächsten Mal und nochmal danke an alle Mitspieler, unseren Gastgeber und seine Freundin, die leider nicht den Chaos-Cheerleader spielen konnte, da sie Ihre Pompoms verlegt hatte.

Ob die wohl einspringen beim nächsten Mal?

Sonntag, 15. Juni 2014

Fremdartiges aus der Werkstatt

Zu Beginn gleich mal eine frohe Nachricht - schon nächste Woche gibt's den ersten Spielbericht mit den Regeln der 7ten Edition! Eine entspannte Runde am Mittwoch Abend soll erste Erkenntnisse über den Spielfluss bringen und ich bin schon extrem gespannt darauf.
Wir werden zu Viert spielen, Tau und Dark Angels gegen die vereinigten Kräfte der Chaos Space Marines - eine interessante Kombination und da wir alle "battle forged" aufstellen, wird es wohl relativ ausgeglichen sein. Die Missionen muss ich erst noch im Regelbuch nachlesen, aber solche Späße wie zufällige Missionsziele lassen wir hoffentlich erstmal weg, da noch keiner von uns genug Regelwissen hat, um sich solche Extravaganzen zu leisten...

Doch nun zur eigentlichen Hauptattraktion, den Neuigkeiten aus der Bastelwerkstatt.
Wer sich noch an die Geisseln vom letzten Mal erinnert, den wird folgendes Foto sicher erstaunen:
Jawoll, endlich hat das Ding zwei Arme!! Najut, einen Arm und ne sehr große doppelläufige Kanone, doch wo ist der Kopf geblieben?
Abgebrochen! Echt wahr!! Einfach kurz "knacks" und er war ab - eindeutig nicht genug Kleber benutzt. Doch nun überlege ich ernsthaft, ob ich den Tigerschädel überhaupt wieder drantackern soll...eventuell gibt's da noch ne andere Option. Die Stacheln an den Beinen habe ich übrigens auch noch komplettiert, es fehlt also ausser dem Kopf und ein paar Verstärkungen der Kanonen-Halterung kaum noch Klebearbeit zu erledigen, bevor es zur "nurglefizierung" mit Modelliermasse kommt.

Mein Cyber-Ritter hat inzwischen eine Base und etwas Deko in Form von zwei schicken Slaanesh-Dämonetten Marke Eigenbau bekommen. Nur noch ein paar Steinchen dazu, dann kann der schon in die Lackierwerkstatt...

He's a ladies' man!

Die Dämonetten hab ich aus Plastik-Amazonen, Skeletten und einigen wenigen originalen Dämonetten-Resten zusammengetackert.

Bei der Bemalung bin ich noch völlig ideenlos, auf jeden Fall bunt solls werden.
Ideenlos ist übrigens ein gutes Stichwort, denn das nächste Modell ist zwat todschick und war auch garnicht teuer, aber als was ich das im Spiel einsetzen soll, ist mir derzeit noch völlig schleierhaft. Es ist zu groß für einen Hellbrute, zu schlank um eine Schmiedebestie o.Ä. darzustellen und für nen Imperialen Ritter zu klein - naja, kommt Zeit kommt Rat.
Auf jeden Fall ein cooles Roboterviech:
Der Bausatz ist aus Japan von der Firma Bandai und gehört zur bekannten Serie von "Gundam Mobile Suits". Comics, eine Zeichentrickserie, diverse Spielsachen und diese coolen Modellbausätze gehören zu diesem in Japan sehr bekannten Franchise. Wäre ich ein Tau-Spieler, würde ich das Teil (und diverse Varianten davon) ganz sicher als Sturmflut/Riptide-Kampfanzug verwenden, das müsste sogar von der Größe her gut passen.
Der "Guntank" von derselben Firma war auf jeden Fall leichter als Alternative zu einem Originalmodell von Games Workshop einzusetzen.
Trotzdem hab ich auch noch ein drittes Gundam-Modell meiner Sammlung einverleibt. Das Ding nennt sich "Neue Ziel" (Japaner geben martialischen Robotern gerne auch mal deutsche Namen) und sieht verflixt schnittig und edel aus. Eventuell setze ich es einfach als fliegenden Dämonenprinzen ein. Passt vom Design her ganz gut zu Slaanesh, sehr elegant, sehr schnell und doch bedrohlich.
Aber macht Euch selbst ein Bild davon:
Eventuell ein paar Tentakel dranbasteln und ein paar Sklavinnen auf das Base kleben?
Oder doch einfach ne Portion Rost und Schleim drauf und das Ding als Seuchendrohne einsetzen?

Wie gut würde das Design wohl für einen Slaanesh-Dämonenprinz der Iron Warriors passen?

Iron Warriors? Achja, das sollte ich wohl noch kurz erklären.
Wie bei den "guten" Space Marines gibt es auch bei den Jungs des Chaos verschiedene "Orden". Dabei handelt es sich teilweise um die Reste der Verräterlegionen aus dem sog. großen Bruderkrieg, also loyalen Space Marines die damals gegen die Menschheit rebellierten, sowie aus diversen Piratenbanden, die sich aus verschiedensten Abtrünnigen und Deserteuren zusammensetzen.
Meine Chaoshorden bestehen zur Zeit aus Anhängern des Nurgle, Khorne und Slaanesh, die aber keiner dieser Fraktionen angehören. Es sind quasi Namenlose Kriegerbanden - so hab ich immer auch die Freiheit, sie untereinander zu mischen oder bei Teamspielen einem anderen Anführer unterzuordnen, quasi als Söldnertruppen.
Doch gerade als echter Chaos-Fan ist es für mich sehr interessant, zumindest ein oder zwei Abordnungen einer klassischen Verräterlegion zu basteln/bemalen.
Die Preisfrage ist nur, welche mir am besten gefällt...
Renegaten- bzw. Piratenbanden wie die "Red Corsairs" oder Games Workshops neue Katalog-Präsentationsarmee "Crimson Slaughter" sind mal absolut nicht mein Ding, da gefallen mir weder Hintergrundgeschichte noch das Design.
Die vier großen Chaosgottbezogenen Legionen fallen auch raus aus dem Schema, da ich erstens den Chaosgott Tzeentch nicht besonders gut leiden kann (insbesondere diese Vorliebe für Vogelmutationen) und mich zweitens schon für Bemalschemas entschieden habe, die nicht der Vorgabe von Games Workshop entsprechen... kurz gesagt, wenn ich schon 150 Modelle in Grün bemalt habe, werde ich die nicht alle in Weiss-Grün umpinseln, nur damit aus Nurgle-Marines eine echte "Death Guard" wird.
Bleiben also nur die Legionen des ungeteilten Chaos, die zwar auch Kulttruppen der vier Götter in ihren Reihen zulassen, sich aber nicht einem einzigen Gott verschrieben haben.
Lustigerweise gibt's da gleich 5 zur Auswahl: Die Black Legion, die Alpha Legion, die Night Lords, die Word Bearers und Iron Warriors.
Die Black Legion war noch vorletztes Jahr die Vorzeige-Armee von Games Workshop und auf allen Bausätzen waren die Modelle im schwarz-goldenen Farbschema der Legion bemalt. Es gab sogar Sommerkampagnen, wo man in diversen Hobbyläden einen Raubzug der Black Legion nachspielen konnte - doch mir war Ihr Anführer Abaddon äusserst unsympathisch und schließlich mag ja auch Niemand die Ultramarines, obwohl auf allen Space Marines Bausätzen ihre schlumpfblauen Kameraden prangern.
Abaddon, Chef der Black Legion

Die Night Lords sind da schon weitaus interessanter, da sie so ziemlich alles einsetzen, was beim Gegner Angst und Verwirrung stiftet - man hat also auch im Spiel viele Freiheiten, was die Armeezusammenstellung betrifft, sollte aber trotzdem immer etwas darauf achten, dass schnelle Einsatztruppen dominieren. Dummerweise dekorieren sich die Jungs gerne mit Fledermausflügeln, was mir optisch garnicht gefällt, auch wenn ich zugeben muss, dass gut bemalte Night Lords auch sehr schick aussehen können.
Batman-Komplex?

Tja, wie wäre es dann mit der Alpha Legion?
Eine sehr interessante Legion, arbeiten im Geheimen, infiltrieren die feindlichen Linien und haben eine ultrageheime und komplexe Kommandostruktur. Da ich jedoch eher ein Frontal-auf-die-Mütze-Taktiker bin, hätte ich jedoch sicher Probleme mich mit diesen Jungs zu identifizieren.
Naja, eine Überlegung ist es auf jeden Fall wert. Besonderer Coolnes-Bonuspunkt: Ihr Legionswappen ist eine Hydra!





Die Word Bearers sind da schon ein ganz anderes Kaliber - statt Taktik und militärischer Finesse verlassen sie sich lieber auf die dunklen Götter. Viel Zauberei, Dämonenbeschwörung, rituelle Opferungen, also das volle Chaoskult-Programm mit extra Chilisauce!
Besonders spannend, dass man hier sehr viel Umbauten mit Mutationen und unheiligen Artefakten einbringen kann und sehr stylische Armeen mit verbündeten Dämonen aufbauen kann. Gerade durch die neuen Dämonologie-Psikräfte eine Armee, die viele Möglichkeiten bietet.
Leider stehen diese Jungs auf rote Klamotten...und diese Farbe ist durch meine Khorne-Jungs schon mehr als ausgereizt auf meinem Hobbytisch.
Ich könnte natürlich meinen Berserkern die Khorne-Hasenohren vom Helm feilen, die Goldverzierungen mit Silber übermalen und hätte fast schon ne fertige Word Bearers Armee...aber will ich das wirklich?
Berserker ohne Ohren?


Was bleibt da noch übrig? Die Iron Warriors.
Eine ziemlich geradlinige Truppe - bringt soviel dickes Bummbumm mit wie möglich und dann wird der Feind weichgeklopft, egal wie lange es dauert. Sie sind Spezialisten für den Belagerungskrieg und bewerfen den Gegner solange mit Kanonenkugeln und -Futter bis der klein bei gibt, um die Reste dann persönlich im Nahkampf aufzuwischen.
Hier stehen dämonische Aliierte und Tricks wie Infiltration, Flankenangriff usw. eher im Hintergrund, dafür sollte man viele Panzer, Dämonenmaschinen u.Ä. einpacken und viel Kleinholz produzieren. Nicht gerade elegant, aber sehr geradlinig.
Kleiner Nachteil: Die Jungs kleiden sich in silberne Rüstungen, sollten also im Schrank nicht neben meinen Necrons stehen (sonst gibts Zank um die Silberpolitur!).
Vorteil: wieder mal ein einfaches, aber effektives Farbschema.
Da werd ich also noch ein bisschen Nachdenken müssen...derzeit schwanke ich noch zwischen Alphas und Iron Warriors - mag da jemand etwas Entscheidungshilfe geben?

Nunja, die Entscheidung erfahrt Ihr natürlich wieder hier an dieser Stelle, wie sich das gehört!
In diesem Sinne, happy Hobbying und bis bald!


Sonntag, 1. Juni 2014

Die neue Edition und mein Basteltisch

Sodele, die neue Edition Warhammer 40.000 ist jetzt eine knappe Woche alt und die große Aufregung hat sich erstmal gelegt.
Das allgemeine Fazit: zuwenig Änderungen, um eine neue Edition zu rechtfertigen, "unbound"-Armeen sind beknackt und die neue Psi-Phase erlaubt unfaire Armeekonstellationen.
Naja, klingt ziemlich deprimierend, oder?
Aber es gibt auch positive Änderungen zu verzeichnen. Vor Allem haben sich die Autoren diesmal richtig viel Mühe gegeben, die verschiedenen Sonderregeln und ihre Auswirkungen unmissverständlich zu formulieren - was zwar eigentlich selbstverständlich sein sollte, in den letzten Jahren aber nie wirklich gelungen ist.
Zudem wurden Flieger tatsächlich etwas abgeschwächt, werden also nicht mehr so dominieren wie bisher.
Einen dicken Pluspunkt hat sich Games Workshop noch mit seiner prompten FAQ-Lieferung verdient. Weniger als eine Woche um alle Armeebücher an die neuen Spielregeln anzupassen - das ist echt mal ne Leistung!
Zu jeder Armee gibt es also nun Erläuterungen, wie ihre Sonderregeln und Armee-Regeln mit den neuen Editions-Grundregeln funktionieren und da hat sich doch so einiges umgekrempelt!
Vor Allem die Fans von Blood Angels (edle Space Marines mit Vampir-Gendefekt) und Space Wolves (Space Marines mit Wikinger- und Wolfsgenen) haben einen dicken Dämpfer abbekommen, da sie ihre speziellen Psi-Kräfte verlieren und "nur" noch die aus dem Grundregelbuch benutzen dürfen. Da geht natürlich etwas an Individualität verloren, dürfte aber die Spielstärke dieser Armeen kaum beeinflussen.
Meine Freunde die Dark Angels dürfen endlich wieder komplett aus der Reserve starten, das spart Zeit und macht es dem Gegner schwer, sich passend aufzustellen - ein nettes Extra für diese allgemein eher schwache Armee.
Besonders positiv: der viel zu starke Chaosdrache hat richtig auf die Mütze bekommen. Dank neuer Fliegerregeln darf er statt bis zu 4 Beuteschlag-Attacken nur noch eine ausführen und seine Flammenwaffe gilt nun als "an der Hülle befestigte" Waffe, d.h. er kann nicht mehr 360-Grad rundumflammbieren, sondern muss nun vom Drachenköpfchen aus zielen in maximal 45 Grad nach oben, unten, links und rechts.
Dadurch wird der Drache zwar nicht nutzlos, aber ist nun kein "must-have" mehr. Endlich kann man sich wieder mehr auf andere interessante Einheiten konzentrieren, ich schätze mal es werden mehr Chaosbruten und vielleicht auch ein paar Läufer auf den Schlachtfeldern auftauchen.

In meinem letzten Post hatte ich ja schon ein paar Worte über Hellbrute, Schmiedemonstrum & Co. verloren und es könnte durchaus sein, dass diese Dinger etwas öfter auf Turnieren auftauchen...
Naja, mit Ausnahme der Geissel vielleicht, denn das Viech ist leider mit seiner Bewaffnung und den hohen Punktekosten immer noch ne regeltechnische Fehlgeburt.
Dabei müsste man da eigentlich nicht viel verändern - eine 13er Panzerung statt nur 12er und ne Sonderregel, um die massive Kanone ohne Beeinträchtigung der anderen Waffensysteme abzufeuern und schon wäre das Teil 200% brauchbarer.
Trotzdem konnte ich es natürlich nicht lassen und habe mir ein paar dieser Missgeburten für meinen Basteltisch angeschafft - natürlich vom Gebrauchtmarkt und in bemitleidenswertem Zustand.
Nach ein paar Bastelabenden sieht Nummer eins auch schon fast wieder original aus:
Nagut, die Beine hinten sind etwas komisch positioniert, aber immerhin hab ich alle Stacheln zusammenbekommen...
Modell Nummer 2 hat eindeutig zweieinhalb Schichten Grundierungsspray zuviel abbekommen, aber für einen Umbau zur Nurgle-Dämonenmaschine reichts.
Vielleicht verwende ich es auch einfach als Seelenschinder der Chaosdämonen, ein relativ ähnliches Modell, welches spieltechnisch aber einiges mehr drauf hat (kostet weniger Punkte, hat mehr Waffenauswahl und sogar die 13er Panzerung!).
Modell Nummer 3 fehlt leider ein Bein, dass ich jedoch zum Glück inzwischen wiedergefunden habe. Den Turm mit dem Geschütz lasse ich hier wohl weg und baue irgendwas eigenes, biologisches oben drauf - definitiv ein Seelenschinder des Nurgle, schleimig und mutiert!
Um mal einen Eindruck zu geben, wie sowas aussehen könnte, hier mal mein Schmiedemonstrum:


 90% Originalteile, den Kopf samt Hals durch eine große Murmel ersetzt, ein bisschen Modelliermasse und ein paar Nurglinge drangetackert - feddich!
Das Gegenstück dazu, also das Nahkampfmonstrum, dass man aus demselben Bausatz zusammenkleben kann, wird demnächst meine Slaanesh-Jungs verstärken. Da mit aber ein weiterer Schmiedemonster-Bausatz für über 50 Euronen zu teuer ist, darf ein 10-Euro-Schnäppchen aus dem Internet dafür herhalten. Ein seltsamer Roboter-Bausatz aus Japan, vermutlich zu irgendeiner abgefahrenen Zeichentrickserie...egal, sieht ziemlich abgefahren aus, oder?

Apropos abgefahren - falls irgendjemand eine Ahnung hat, was das folgende Modell eigentlich darstellen soll, einfach mal als Kommentar hier posten! Was auch immer es darstellt, es wird ein weiterer Hellbrute für meine Sammlung...
Zu guter letzt noch ein Klassiker - vor einigen Jahren mal als Alternativmodell für eine Geissel angedacht, war aber dann doch nen ganzen Tacken zu klein. Jetzt steht es in meiner Vitrine und wartet darauf, dass Games Workshop mal irgendwas in's Regelbuch schreibt, das so ungefähr zu Größe und Bewaffnung dieser kleinen Bio-Monstrosität passt.



Sonntag, 16. März 2014

Neues aus der Miniaturenwerkstatt

Damit ein Tabletop-Spiel so richtig Spaß macht, muss man als Spieler seine Figürchen nicht nur zusammenkleben, sondern auch bemalen - im Normalfall nimmt dieser Teil des Hobbys den größten Teil der Freizeit in Anspruch. Je nach Qualitätsanspruch und Maltalent geht sogar richtig viel Zeit dafür drauf, so dass man das eigentliche Spielen oft in's Hintertreffen gerät.
Soweit soll's bei mir nicht kommen! Aus diesem Grund nehme ich mir den Grundstock einer Armee immer zuerst vor, also das was man wirklich nötig haben sollte, um die Armee spielen zu können. Nach dem Zusammenbau mache ich mir dann Gedanken über die Bemalung - hier heisst die Devise eigentlich immer: " wie bemale ich die Figuren, dass bei kleinstmöglichem Aufwand ein bestmöglichstes Ergebnis zustande kommt?"
Mit einem guten Konzept und etwas Disziplin kommt so recht schnell in den Genuss, eine spielfähige Armee zu besitzen und kann sich zukünftig mit aufwendigen Umbauten oder besonderen Modellen beschäftigen, um die Armee zu erweitern.
Bei meinen heißgeliebten Chaos Space Marines hat man den großen Vorteil, dass die Hintergrundgeschichte viele Freiheiten bei der Gestaltung der Modelle und ihrer Bemalung erlaubt... wie man schon unschwer aus dem in der Armeebezeichnung vorhandenen Wort "Chaos" ersehen kann! :-)
Als ich vor vielen Jahren mit dieser Armee anfing, bastelte ich zunächst mal ein paar Seuchenmarines mit Trupptransportern (Rhinos), einen Panzer (Predator mit Laserkanone) und zwei Dämonenprinzen als Anführer zusammen - das ging recht schnell, ich konnte viele gebrauchte und beschädigte Figuren verwenden (Nurgle ist ja der Gott des Verfalls) und alles dann mit etwas Kleber und Modelliermasse verunstalten. Die Bemalung in 17einhalb Grüntönen ging dank der Maltechniken "washen" und " trockenbürsten" sehr flott von der Hand.
Bei jeder neuen Einheit hatte ich nun die Wahl, einfach mit denselben Methoden flott was Neues aufzustellen, was vor Allem kurz vor Turnieren wegen dem Zeitdruck sehr praktisch ist, oder mit etwas Zeit und mehr Aufwand etwas auszuprobieren.
Die neuesten Zugänge in meiner Chaos-Vitrine sollen das mal etwas verdeutlichen...

Ein Impuls-Kauf in einem bekannten Internet-Auktionshaus (*grins*) brachte mich in den Besitz einer kleinen Kiste vollgestopft mit Khorne-Berserkern, teilweise bemalt, teilweise gebaut und teilweise auch wieder auseinandergefallen. Da ich eh schon einen Land Raider, ein Rhino und ein paar ziemlich alte Berserker besaß (ganz simple Modelle, alle in derselben Pose, man muss nur den rechten Arm und den Rückentornister ankleben), wollte ich diese Gelegenheit nutzen, die Khorne-Fraktion meiner Armee etwas auszubauen...insbesondere da es sich seit einer Weile auch sehr lohnte, einen Khorne-Lord zu spielen, der sich bestimmt über ein paar loyale Gefolgsleute freuen würde.
Also nutze ich die lauen Sommernächte 2013 in unserer Ferienwohnung in Norddeutschland, um die Berserker zu bauen, bzw. reparieren und Bemalfertig zu machen.
Das Ergebnis: ein Karton mit 50-60 Berserkern! Whoa, ziemlich viel!!
Klare Entscheidung in diesem Fall also zu Gunsten einer einfachen, aber effektiven Bemalung.
Zunächst wurden alle Modelle mit schwarzer Sprühgrundierung vorbereitet, dann einmal grob mit einem hellen Silber überpinselt, so dass tiefe Falten noch schwarz blieben und abschließend einmal grob mit einer dunklen "Wash"-Farbe bepinselt, die flüssiger und weniger intensiv ist als normale Farbe und nach dem Auftragen die ganze Fläche etwas abdunkelt und sich in den Vertiefungen der Figur sammelt, so dass man quasi automatisch eine halbwegs realistische Schattierung der Oberfläche erreicht.
Nach über einem halben Jahr in diesem Zustand habe ich mich dann vor ca. 1 Monat erbarmt und mir ein paar Jungs aus dem Karton geholt und diese Schritt für Schritt fertigbemalt.
Das Ergebnis ist keine große Kunst, wirkt aber auf dem Spielfeld sehr hübsch und einheitlich - eine klassische "Aufstockung des Grundstocks" also und eine schöne Abwechslung zum dreckigen Grün meiner Nurgle-Einheiten.

Alle Berserker im Licht der Abendsonne...
Neben den "aufgeforsteten" Modellen aus dem Auktionshaus hatte ich mir auch erlaubt, noch ein paar besonders schicke Figuren mitzubemalen. Einmal natürlich den prominenten Chefoberberserker "Khârn der Verräter", ein dezent zum Weltraumhelden umgestrickter Chaoskrieger aus Games Workshops Fantasy-Spielwelt und ein paar ziemlich alte Zinn-Berserker, die damals noch ohne die "Hasenohren" am Helm auskommen mussten...

Berserker mit Totenkopf-Helmen, mitte links Khârn, rechts daneben der Fantasy-Umbau

Beim Reparieren der Plastikminiaturen musste ich auch ein paar andere Bauteile verwenden, um Fehlendes zu ersetzen - gut zu erkennen auf dem folgenden Foto. Vorne links der Kerl hat die Beine und den Helm eines Fantasy-Chaoskriegers bekommen und den rechten Arm eines Barbaren. Ganz rechts, der Zweite von Oben hat ebenfalls einen Chaoskrieger-Helm auf dem Kopf.



Auch auf diesem Bild sind ein paar Dinge zu finden, die nicht zum Berserker-Bausatz gehören, z.B. der Arm mit der Energiekralle (linke Seite, zweite Figur von Unten, auch der Helm gehört eigentlich zu einem anderen Bausatz) oder die seltsame Waffe des Berserkers unten rechts. Sehr schön auch zu sehen ist der Unterschied zwischen den modernen, dynamischen Posen der Berserker und der starren Haltung ihres alten Plastik-Pendants (am rechten Rand in der Mitte, der Typ der sein Kettenschwert hält wie ein Verkehrspolizist die Kelle...).


Auch an eine kleine, aber feinere Erweiterung meiner Armee habe ich mich in den letzten Monaten herangewagt - ein kleiner Trupp Noisemarines des Slaanesh. Diese Marines haben sich dem Gott der Sinnesfreuden verschrieben und suchen immer wieder einen neuen Kick, ohne jedoch jemals wirkliche Befriedigung zu erlangen. Ziemlich kranke Typen also...
Im Verlauf der Jahre hat Games Workshop diese Jungs vom Design her wirklich komplett umgekrempelt, aus schreiend bunten Typen mit vielen Verzierungen und Gimmicks an Rüstung und Waffen wurden inzwischen recht einfarbige Langweiler, die höchstens noch mit verzerrten Gesichtern und ein paar Anleihen an SM-Klamotten einen dezenten Gruseleffekt für sich verbuchen können.
Als alter Nostalgiker und weil ich mich noch nie mit bunten Farben auseinandergesetzt hatte, wollte ich zum klassischen "schreibunten" Farbschema der Noisemarines zurückkehren, denn das aktuelle schwarz-pink ist zwar nett anzusehen, würde aber neben meinen knatschroten Berserkern ziemlich abstinken.
Um den "mein Gott ist abgefahrener als Deiner"-Effekt noch zu verstärken, verwendete ich die schrägsten und seltensten Modelle, die ich in meiner Sammlung (und im Online-Gebrauchthandel) finden konnte. Anstatt eines einheitlichen Farbschemas kreierte ich eine Gruppe totaler Individualisten, die sich in schreiende Farbkombinationen kleidet, da ihre unnatürliche Sinneslust alles andere in ihren Augen grau erscheinen lassen würde.
Als Projekt hat mich dieser Spaß schon etwas mehr Zeit gekostet, da ich hier keine Fließbandarbeit leisten konnte - schließlich sah kein Modell aus wie das andere, so dass man auch keinen Arbeitsschritt stupide bei allen Modellen ausführen konnte.
Am einfachsten bemalt, quasi als Test "wie bunt kann ich eigentlich?", mussten ein paar alte Modelle von Heartbreaker Games (schon laaaange Pleite, die Spielsysteme dieser Firma existieren auch nicht mehr) herhalten, sogenannte "Sons of Rasputin":

An jedem Modell sind mindestens 3 Farben leuchtaktiv unter UV-Licht!

Als Träger für die schweren Schallwaffen der Noisemarines (Blastmaster, zerstört mit Schallwellen Gewebe und sogar Metall) verwendete ich ebenfalls zwei "Sons of Rasputin" und einen uralten Noisemarine von Games Workshop, den ich besonders wegen der Darstellung des Blastmasters in Form einer E-Gitarre in's Herz geschlossen habe.

Heavy Metal!!

Ein klein bisschen dezenter in der Farbgebung, aber ebenso ungewöhnlich im Aussehen wirken diese Zwei Gesellen, die sich ebenfalls aus sehr alten Modellen von Games Workshop rekrutieren. Damals hiessen Chaos Space Marines noch Chaos Renegades...


Die letzten vier Modelle meines Experiments sind originale Slaanesh-Renegades von Games Workshop - ich nenne sie liebevoll meine kleinen Klonjungs...


Dieses Projekt war wirklich eine tolle Abwechslung und es werden sicherlich noch ein paar Slaanesh-Farbexplosionen folgen...

Als letztes Beispiel in dieser kleinen Werkschau möchte ich noch ein ganz besonderes Modell vorstellen. Dieser war ein Impulskauf, eine Sammelfigur von D&D-Miniatures. Diese Figuren sind einzeln in Platiktüten verpackt und man kauft sie quasi blind, ohne vorher zu wissen, welche Figur man bekommt - es sei denn man kauft die Dinger im ausgepackten Zustand irgendwo online.
Auf diesem Wege fand der "Hill Giant" also seinen Weg in meine Bastelkiste, auch wenn ich noch nicht wusste, was ich damit anfangen sollte - aber er hatte so eine schnuckelige "Isch bin der Hulk, isch hau disch auf'n Kopp!"-Attitüde, den musste man einfach gernhaben!

Tja und so nach und nach formte sich eine Idee in meinem Kopf - und die habe ich inzwischen durchgeführt und abgeschlossen. Aus dem Riesen-Neanderthaler ist nun ein schmucker, radioaktiver Dämonenprinz geworden, der auf einem Berg aus Leichenteilen thront und unter UV-Licht radioaktiv leuchtet - geilo!

man beachte die modische Trendfarbe lila in den Haaren...
Wenn der bei Sonnenlicht schon so grell ist, wie sieht der dann erst unter UV aus?

Ob in der Gürteltasche wohl das Batteriefach steckt?

Zum Thema UV muss ich wohl noch kurz was sagen:
In fast jeder meiner Armeen habe ich mehr oder weniger häufig mit UV-aktiven Farben gearbeitet, so dass man bei fast jedem Spiel ein paar lustige Effekte bekommt, wenn man denn eine passende Lampe dabeihat. Leider beschränkt sich das bisher bei mir auf eine UV-LED-Taschenlampe...
Trotzdem werde ich mit Hilfe dieser Lampe mal ein paar dieser Effekte dokumentieren und bei Gelegenheit hier vorstellen.
Bis dahin erstmal viel Spaß mit den Fotos und Euren Hobbies und wasauchimmer Euch sonst noch Freude macht!