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Freitag, 26. September 2014

Eine neue Armee: Nostalgie-Alarm!

Auf meiner Suche nach immer neuen Ideen, wie man dem Armeen- und Listen-Einerlei in der Turnierszene entgegenwirken kann, komme ich ja meistens immer auf Konzepte, die dann in der kompetitiven Umgebung furchtbar untergehen... das muss doch auch anders gehen, oder?
Natürlich liegt es mir fern, irgendwelche Standard-Turnierlisten abzuschreiben und dann höchstens ein paar verrückte Modelle in die Armee einzubauen - das wäre ja auch viel zu leicht!

Zeit für einen Kompromiss.

Wie schon vor einiger Zeit angedeutet, sehe ich derzeit sehr viel Potenzial in mobilen Armeen, insbesondere Space Marines oder Dark Angels mit vielen vielen Mopeds.
Da ich obendrein ein Faible für alte Zinnmodelle habe, fand ich schließlich eine Möglichkeit, das Konzept "Moped-Armee" mit klassischen Modellen umzusetzen.
Doch zunächst mal ein paar Worte zum Armeeaufbau.

Punkt 1: Welchen Codex?
Space Marines oder Dark Angels... so lautet also die Kardinalsfrage. Während man bei den Dark Angels die Möglichkeit hat, durch das sog. "Bolterbanner" die Schussfrequenz aller Bolterwaffen zu erhöhen, kann man hier sehr gut den Nachteil der überlebenswichtigen "Ausweichen"-Fähigkeit  abmildern - diese gibt einem zwar gegen fiese Waffen einen 4+ Deckungswurf, lässt einen aber nächste Runde mit dem Beschuss nur auf die "6" treffen. Das Bolterbanner gibt jedem Bolter mehr Schüsse, also mehr Chancen diese 6er zu würfeln, selbst wenn man sich oft durch "Ausweichen" vor dem gegnerischen Feuersturm schützen muss.
Bei den Space Marines bekommt man dafür die ziemlich fiesen Gravwaffen, die insbesondere gegen die diversen monströsen Kreaturen, die man heutzutage überall um die Ohren gepfeffert bekommt (Riptide, Phantomritter usw.) absolute spitzenklasse sind. Wählt man dazu die Ordenstaktiken der "White Scars", bekommt man sogar einen Deckungswurf von 3+ nach dem Ausweichen und kann dank "Hit & Run" auch mal aus dem Nahkampf flüchten.
Eigentlich eine schwierige Entscheidung, doch als ich dann beim Durchblättern des Space Marines Codex den Eintrag von Korsarro Khan, dem Chef der White Scars durchlas, kam mir die Erleuchtung. Ich möchte strategisch spielen, mich nach Möglichkeit auf die Mahlstrom-Missionen einstellen und von der Mobilität der Mopeds profitieren und Khan gibt seinen Moped-Fahrern die Sonderregel "Scout"... man kann also auch aus der Reserve über die Flanken angreifen oder vor dem Spiel schonmal ein paar Zoll durch die Gegend tuckern! Dazu fällt mir nur eins ein: "I'd buy that for a dollar!" (Yay! Robocop-Insiderjoke!!)
Solche Sonderregeln machen einfach Spaß und gehören zu den Dingen, die ich beim Chaos immer vermisse.

Hör auf zu jammern, Khan ist toll!

Punkt 2: Welche Armeeliste?
Natürlich wäre hier die einfachste Antwort: soviele Mopeds wie möglich! Das bedeutet Khan als Chef und dann 6 Trupps mit jeweils 8 Mopeds und einem Trike - die Trikes werden mit Multi-Meltern bestückt (als Panzerabwehr) und in jedem Trupp stecken 2 Jungs mit Gravwaffe und jeder Sergeant bekommt eine Grav-Kombiwaffe (Bolter, der 1x im Spiel als Gravwaffe benutzt werden kann). Tolle Sache das und es bleiben sogar noch über 100 Punkte zum Standard-Turnierformat 1850 zur freien Verfügung!
...aber 6 identische Trupps + 1 Chef ist doch stinklangweilig!!!
Das andere Extrem wären dann 6x5 Mopeds - so hat man viele viele Punkte übrig, um noch was Anderes einzubauen. Betrachtet man so einen "Mini-Standard" aber mal genauer, fällt einem auf, dass schon das dritte erschossene Modell in jedem Fall ein wichtiger Gravwaffen-Träger oder sogar der Truppführer wäre - sehr unpraktisch.
Darum habe ich mich für einen Kompromiss entschieden - 6 Mopeds pro Trupp, also immerhin 3 Typen die in's Gras beissen dürfen, bevor der Trupp unbrauchbar wird.
Welche Spielzeuge kommen denn noch in den Topf?
Ein schlagkräftiger Ordensmeister als Nahkampfblocker wäre schick, oder ein dicker Trupp Centurions mit abartiger Feuerkraft, der allerdings nur zu Fuß unterwegs ist...
Soviel steht jedenfalls fest, es muss irgendeine Nahkampf-Einheit in die Liste, sonst wird man sicherlich zu oft von Todessternen oder nahkampfstarken Standardeinheiten zerlegt, wenn der Gegner klug spielt.
Bei dieser Entscheidung half mir dann der Blick in meine Modellkiste.
Die Antwort lautet: ein Kommandotrupp!
Jeder Ordensmeister darf so einen mitbringen und dieser Trupp kann auch Mopeds erhalten sowie fast alles, was das Waffenarsenal hergibt.
Meine Nahkampf-Kontereinheit wird also ein Kommandotrupp mit Gravwaffen, Sturmschilden und Energieäxten sein - widerstandsfähig, beschuss- UND nahkampfstark und ein prima Taxi, um meinen Chef Khan zu beschützen.
Da mir die neue Psi-Phase (und natürlich die Psikräfte) sehr gut gefallen, plane ich natürlich auch einen Scriptor mit Moped ein.
Als Sahnehäubchen obendrauf drei Trikes mit Multi-Melter, die ich jedoch nicht an die Moped-Trupps anhänge, sondern extra als Sturmauswahlen aufstelle. So bleiben sie unabhängig und hochmobil und können gezielt gefährliche Fahrzeuge auf's Korn nehmen.

Hier also die endgültige Liste:

 Kombiniertes Kontingent: Space Marines (Hauptkontingent)
***************  2 HQ *************** 
Orden:, White Scars

Kor'sarro Khan, Monddrache
 - - - > 150 Punkte

Scriptor, Meisterschaftsgrad 2
+ Psistab, Der Schild der Ewigkeit  -> 50 Pkt.
+ Auspex, Melterbomben, Space-Marine-Bike  -> 30 Pkt.
 - - - > 170 Punkte

Kommandotrupp, Space Marine Bikes
+ Veteran
   Gravstrahler, 1 x Energieaxt, Sturmschild  -> 40 Pkt.
+ Veteran
   Gravstrahler, 1 x Energieaxt, Sturmschild  -> 40 Pkt.
+ Veteran
   Gravstrahler, 1 x Energieaxt, Sturmschild  -> 40 Pkt.
+ Veteran
   Gravstrahler, 1 x Energieaxt, Sturmschild  -> 40 Pkt.
+ Veteran
   Gravstrahler, 1 x Energieaxt, Sturmschild  -> 40 Pkt.
 - - - > 335 Punkte

***************  6 Standard *************** 
Angriffs-Bike-Schwadron
6 Space Marines auf Bike, 3 x Boltpistole, 2 x Gravstrahler
+ Upgrade zum Sergeant, 1 x Kombi-Gravstrahler, Melterbomben  -> 15 Pkt.
 - - - > 171 Punkte

Angriffs-Bike-Schwadron
6 Space Marines auf Bike, 3 x Boltpistole, 2 x Gravstrahler
+ Upgrade zum Sergeant, 1 x Kombi-Gravstrahler, Melterbomben  -> 15 Pkt.
 - - - > 171 Punkte

Angriffs-Bike-Schwadron
6 Space Marines auf Bike, 3 x Boltpistole, 2 x Gravstrahler
+ Upgrade zum Sergeant, 1 x Kombi-Gravstrahler, Melterbomben  -> 15 Pkt.
 - - - > 171 Punkte

Angriffs-Bike-Schwadron
6 Space Marines auf Bike, 3 x Boltpistole, 2 x Gravstrahler
+ Upgrade zum Sergeant, 1 x Kombi-Gravstrahler, Melterbomben  -> 15 Pkt.
 - - - > 171 Punkte

Angriffs-Bike-Schwadron
6 Space Marines auf Bike, 3 x Boltpistole, 2 x Gravstrahler
+ Upgrade zum Sergeant, 1 x Kombi-Gravstrahler, Melterbomben  -> 15 Pkt.
 - - - > 171 Punkte

Angriffs-Bike-Schwadron
6 Space Marines auf Bike, 3 x Boltpistole, 2 x Gravstrahler
+ Upgrade zum Sergeant, 1 x Kombi-Gravstrahler, Melterbomben  -> 15 Pkt.
 - - - > 171 Punkte

***************  3 Sturm *************** 
1 Trike, 1 x Multimelter
 - - - > 55 Punkte

1 Trike, 1 x Multimelter
 - - - > 55 Punkte

1 Trike, 1 x Multimelter
 - - - > 55 Punkte


Gesamtpunkte Space Marines : 1846


Zusammengefasst also ein hochmobiler Todesstern mit Psi-Unterstützung, sechs hochmobile Standards und 3 Asse in Form der Trikes in der Hinterhand.
Ganz sicher wird diese Liste Probleme haben, mit Massen-Armeen fertigzuwerden oder gegen massiv viele Flieger, doch trifft man beides heutzutage eher selten auf Turnieren.
Bin schon sehr gespannt, wie sich sowas auf den Spieltisch behaupten kann...

Ein Ausblick auf meine Zukunft? :-D

Kommen wir also abschließend zu Punkt 3: Welche Modelle?

Naja im Grunde genommen standen die Modelle am Anfang des ganzen Unternehmens, denn ich suche schon seit Jahren nach einer Möglichkeit, diese Viecher auf dem Spielfeld einzusetzen.
Da es sich um alte und recht exotische Modelle handelt, fand ich im Internet auch nicht viele Ideen dazu - allerdings wollte ich auch nicht wieder auf Teufel komm raus die offensichtlichste Option wählen, das hat sich damals bei meiner Idee "ich will eine Armee nur mit Terminatoren" schonmal als spielerisch eher frustrierend erwiesen.
Im Grunde genommen gab es nur wenige Ansätze und der meistenutzte war wohl, die Modelle als Tyraniden zu spielen, eine Armee mit der ich mich relativ gut auskenne. Dummerweise hätte ich dann entweder einige Mini-Modelle basteln/besorgen/bemalen müssen, die nur indirekt zu meiner Idee passen und obendrein einige Umbauten benötigt, um etwas halbwegs schlagkräftiges zusammen zu stellen...mal ganz davon abgesehen, dass die Modelle um die es mir ursprünglich bei der Angelegenheit ging, als "stand-in" für eine Einheit gedient hätten, die im Turnierumfeld ziemlich unspielbar ist.
Um es kurz zu machen, ich brauchte ein passendes Regelwerk, um eine spielstarke Armee aufzustellen, die komplett aus einer fast in Vergessenheit geratenen Rasse aus den Anfängen des Warhammer 40.000 Spieluniversums besteht:
Die ZOATS!

Yay, Nostalgie-Flash!!

Eine Rasse von Centauren, halb Nashorn und halb Echse, bewaffnet mit Biomorph-Waffen und irgendwie in grauer Vorzeit mal von den Tyraniden als Hilfsvolk (oder Sklaven) eingesetzt.
Total obskur, nur über Online-Auktionen zu ergattern und verflixt teuer!
Wie man schon sieht, kann man die Modelle sehr gut sowohl als Kavallerie als auch als Motorräder verwenden - da lag die Idee mit den White Scars doch recht nahe, oder?

Auch im Warhammer Fantasy Universum gab und gibt es Zoats, aktuell kann man sie sogar mit der Erweiterung "Sturm der Magie" als einzelnes Modell in jede Armee integrieren - doch gibt es kein Modell dafür, da muss auch der Gebrauchtmarkt herhalten, den ich auch intensiv abgegrast habe, um ein paar der Viecher für meinen Kommandotrupp zu ergattern...

ignoriert mal die Umbauten (vorne links) sondern achtet auf die Klonboys mit Axt & Keule

Natürlich hätte ich gerne als Modell für Khan einen uralten "Zoat König" gekauft, doch diese Dinger namens "Dominator" gehen leider zu totalen Fantasiepreisen von über 150 Euro über die Theke, das ist mir dann doch zuviel.
Die günstige Alternative war dann dieses schicke Teil des Fantasy-Spielsystems "Chronopia", dass es leider schon seit vielen Jahren nicht mehr gibt:

Da muss ich eigentlich nur noch ne Atemmaske dranfummeln und *plopp* hab ich einen 1A-Anführer mit hohem "Wow!"-Faktor!

Blieb als letzte Hürde nur noch eine Möglichkeit die Trikes darzustellen, doch auch dafür fand ich schnell eine Lösung:


Plastik-Drachenoger von Games Workshop - passende Größe, leicht umzubauen und zur Sicherheit stelle ich die Jungs auf 60mm Bases, dann gibt's auch keine Diskussionen wegen der Modellgröße.

Jetzt ist die Katze also aus dem Sack, auf meinem Basteltisch liegen 42 Zoats, ein Chronopia-Modell und 3 Drachenoger und los geht's!

Natürlich gibt's regelmässige Updates zu diesem Projekt hier im Blog - also bleibt dran Leute...


Sonntag, 15. Juni 2014

Fremdartiges aus der Werkstatt

Zu Beginn gleich mal eine frohe Nachricht - schon nächste Woche gibt's den ersten Spielbericht mit den Regeln der 7ten Edition! Eine entspannte Runde am Mittwoch Abend soll erste Erkenntnisse über den Spielfluss bringen und ich bin schon extrem gespannt darauf.
Wir werden zu Viert spielen, Tau und Dark Angels gegen die vereinigten Kräfte der Chaos Space Marines - eine interessante Kombination und da wir alle "battle forged" aufstellen, wird es wohl relativ ausgeglichen sein. Die Missionen muss ich erst noch im Regelbuch nachlesen, aber solche Späße wie zufällige Missionsziele lassen wir hoffentlich erstmal weg, da noch keiner von uns genug Regelwissen hat, um sich solche Extravaganzen zu leisten...

Doch nun zur eigentlichen Hauptattraktion, den Neuigkeiten aus der Bastelwerkstatt.
Wer sich noch an die Geisseln vom letzten Mal erinnert, den wird folgendes Foto sicher erstaunen:
Jawoll, endlich hat das Ding zwei Arme!! Najut, einen Arm und ne sehr große doppelläufige Kanone, doch wo ist der Kopf geblieben?
Abgebrochen! Echt wahr!! Einfach kurz "knacks" und er war ab - eindeutig nicht genug Kleber benutzt. Doch nun überlege ich ernsthaft, ob ich den Tigerschädel überhaupt wieder drantackern soll...eventuell gibt's da noch ne andere Option. Die Stacheln an den Beinen habe ich übrigens auch noch komplettiert, es fehlt also ausser dem Kopf und ein paar Verstärkungen der Kanonen-Halterung kaum noch Klebearbeit zu erledigen, bevor es zur "nurglefizierung" mit Modelliermasse kommt.

Mein Cyber-Ritter hat inzwischen eine Base und etwas Deko in Form von zwei schicken Slaanesh-Dämonetten Marke Eigenbau bekommen. Nur noch ein paar Steinchen dazu, dann kann der schon in die Lackierwerkstatt...

He's a ladies' man!

Die Dämonetten hab ich aus Plastik-Amazonen, Skeletten und einigen wenigen originalen Dämonetten-Resten zusammengetackert.

Bei der Bemalung bin ich noch völlig ideenlos, auf jeden Fall bunt solls werden.
Ideenlos ist übrigens ein gutes Stichwort, denn das nächste Modell ist zwat todschick und war auch garnicht teuer, aber als was ich das im Spiel einsetzen soll, ist mir derzeit noch völlig schleierhaft. Es ist zu groß für einen Hellbrute, zu schlank um eine Schmiedebestie o.Ä. darzustellen und für nen Imperialen Ritter zu klein - naja, kommt Zeit kommt Rat.
Auf jeden Fall ein cooles Roboterviech:
Der Bausatz ist aus Japan von der Firma Bandai und gehört zur bekannten Serie von "Gundam Mobile Suits". Comics, eine Zeichentrickserie, diverse Spielsachen und diese coolen Modellbausätze gehören zu diesem in Japan sehr bekannten Franchise. Wäre ich ein Tau-Spieler, würde ich das Teil (und diverse Varianten davon) ganz sicher als Sturmflut/Riptide-Kampfanzug verwenden, das müsste sogar von der Größe her gut passen.
Der "Guntank" von derselben Firma war auf jeden Fall leichter als Alternative zu einem Originalmodell von Games Workshop einzusetzen.
Trotzdem hab ich auch noch ein drittes Gundam-Modell meiner Sammlung einverleibt. Das Ding nennt sich "Neue Ziel" (Japaner geben martialischen Robotern gerne auch mal deutsche Namen) und sieht verflixt schnittig und edel aus. Eventuell setze ich es einfach als fliegenden Dämonenprinzen ein. Passt vom Design her ganz gut zu Slaanesh, sehr elegant, sehr schnell und doch bedrohlich.
Aber macht Euch selbst ein Bild davon:
Eventuell ein paar Tentakel dranbasteln und ein paar Sklavinnen auf das Base kleben?
Oder doch einfach ne Portion Rost und Schleim drauf und das Ding als Seuchendrohne einsetzen?

Wie gut würde das Design wohl für einen Slaanesh-Dämonenprinz der Iron Warriors passen?

Iron Warriors? Achja, das sollte ich wohl noch kurz erklären.
Wie bei den "guten" Space Marines gibt es auch bei den Jungs des Chaos verschiedene "Orden". Dabei handelt es sich teilweise um die Reste der Verräterlegionen aus dem sog. großen Bruderkrieg, also loyalen Space Marines die damals gegen die Menschheit rebellierten, sowie aus diversen Piratenbanden, die sich aus verschiedensten Abtrünnigen und Deserteuren zusammensetzen.
Meine Chaoshorden bestehen zur Zeit aus Anhängern des Nurgle, Khorne und Slaanesh, die aber keiner dieser Fraktionen angehören. Es sind quasi Namenlose Kriegerbanden - so hab ich immer auch die Freiheit, sie untereinander zu mischen oder bei Teamspielen einem anderen Anführer unterzuordnen, quasi als Söldnertruppen.
Doch gerade als echter Chaos-Fan ist es für mich sehr interessant, zumindest ein oder zwei Abordnungen einer klassischen Verräterlegion zu basteln/bemalen.
Die Preisfrage ist nur, welche mir am besten gefällt...
Renegaten- bzw. Piratenbanden wie die "Red Corsairs" oder Games Workshops neue Katalog-Präsentationsarmee "Crimson Slaughter" sind mal absolut nicht mein Ding, da gefallen mir weder Hintergrundgeschichte noch das Design.
Die vier großen Chaosgottbezogenen Legionen fallen auch raus aus dem Schema, da ich erstens den Chaosgott Tzeentch nicht besonders gut leiden kann (insbesondere diese Vorliebe für Vogelmutationen) und mich zweitens schon für Bemalschemas entschieden habe, die nicht der Vorgabe von Games Workshop entsprechen... kurz gesagt, wenn ich schon 150 Modelle in Grün bemalt habe, werde ich die nicht alle in Weiss-Grün umpinseln, nur damit aus Nurgle-Marines eine echte "Death Guard" wird.
Bleiben also nur die Legionen des ungeteilten Chaos, die zwar auch Kulttruppen der vier Götter in ihren Reihen zulassen, sich aber nicht einem einzigen Gott verschrieben haben.
Lustigerweise gibt's da gleich 5 zur Auswahl: Die Black Legion, die Alpha Legion, die Night Lords, die Word Bearers und Iron Warriors.
Die Black Legion war noch vorletztes Jahr die Vorzeige-Armee von Games Workshop und auf allen Bausätzen waren die Modelle im schwarz-goldenen Farbschema der Legion bemalt. Es gab sogar Sommerkampagnen, wo man in diversen Hobbyläden einen Raubzug der Black Legion nachspielen konnte - doch mir war Ihr Anführer Abaddon äusserst unsympathisch und schließlich mag ja auch Niemand die Ultramarines, obwohl auf allen Space Marines Bausätzen ihre schlumpfblauen Kameraden prangern.
Abaddon, Chef der Black Legion

Die Night Lords sind da schon weitaus interessanter, da sie so ziemlich alles einsetzen, was beim Gegner Angst und Verwirrung stiftet - man hat also auch im Spiel viele Freiheiten, was die Armeezusammenstellung betrifft, sollte aber trotzdem immer etwas darauf achten, dass schnelle Einsatztruppen dominieren. Dummerweise dekorieren sich die Jungs gerne mit Fledermausflügeln, was mir optisch garnicht gefällt, auch wenn ich zugeben muss, dass gut bemalte Night Lords auch sehr schick aussehen können.
Batman-Komplex?

Tja, wie wäre es dann mit der Alpha Legion?
Eine sehr interessante Legion, arbeiten im Geheimen, infiltrieren die feindlichen Linien und haben eine ultrageheime und komplexe Kommandostruktur. Da ich jedoch eher ein Frontal-auf-die-Mütze-Taktiker bin, hätte ich jedoch sicher Probleme mich mit diesen Jungs zu identifizieren.
Naja, eine Überlegung ist es auf jeden Fall wert. Besonderer Coolnes-Bonuspunkt: Ihr Legionswappen ist eine Hydra!





Die Word Bearers sind da schon ein ganz anderes Kaliber - statt Taktik und militärischer Finesse verlassen sie sich lieber auf die dunklen Götter. Viel Zauberei, Dämonenbeschwörung, rituelle Opferungen, also das volle Chaoskult-Programm mit extra Chilisauce!
Besonders spannend, dass man hier sehr viel Umbauten mit Mutationen und unheiligen Artefakten einbringen kann und sehr stylische Armeen mit verbündeten Dämonen aufbauen kann. Gerade durch die neuen Dämonologie-Psikräfte eine Armee, die viele Möglichkeiten bietet.
Leider stehen diese Jungs auf rote Klamotten...und diese Farbe ist durch meine Khorne-Jungs schon mehr als ausgereizt auf meinem Hobbytisch.
Ich könnte natürlich meinen Berserkern die Khorne-Hasenohren vom Helm feilen, die Goldverzierungen mit Silber übermalen und hätte fast schon ne fertige Word Bearers Armee...aber will ich das wirklich?
Berserker ohne Ohren?


Was bleibt da noch übrig? Die Iron Warriors.
Eine ziemlich geradlinige Truppe - bringt soviel dickes Bummbumm mit wie möglich und dann wird der Feind weichgeklopft, egal wie lange es dauert. Sie sind Spezialisten für den Belagerungskrieg und bewerfen den Gegner solange mit Kanonenkugeln und -Futter bis der klein bei gibt, um die Reste dann persönlich im Nahkampf aufzuwischen.
Hier stehen dämonische Aliierte und Tricks wie Infiltration, Flankenangriff usw. eher im Hintergrund, dafür sollte man viele Panzer, Dämonenmaschinen u.Ä. einpacken und viel Kleinholz produzieren. Nicht gerade elegant, aber sehr geradlinig.
Kleiner Nachteil: Die Jungs kleiden sich in silberne Rüstungen, sollten also im Schrank nicht neben meinen Necrons stehen (sonst gibts Zank um die Silberpolitur!).
Vorteil: wieder mal ein einfaches, aber effektives Farbschema.
Da werd ich also noch ein bisschen Nachdenken müssen...derzeit schwanke ich noch zwischen Alphas und Iron Warriors - mag da jemand etwas Entscheidungshilfe geben?

Nunja, die Entscheidung erfahrt Ihr natürlich wieder hier an dieser Stelle, wie sich das gehört!
In diesem Sinne, happy Hobbying und bis bald!


Mittwoch, 11. Juni 2014

Das neue Buch ist da - und die grüne Flut kommt!

Nach all den wilden Diskussionen im Internet halte ich nun endlich auch mein Exemplar der 7ten Edition Warhammer 40.000 in den Händen - und eins gleich vorweg: der recht happige Preis von 65 Euro ist definitiv gerechtfertigt.
Ein stabiler, sehr schön (mit Prägedruck!) gestalteter Pappschuber enthält ganze drei Bücher.
Allesamt farbig, hochglanz und ebenfalls mit Prägungen auf dem Umschlag, schön stabil gebunden.
Buch eins ist dabei das für reine Spieler am wenigsten interessante. Es enthält vornehmlich Fotos von bemalten Armeen, Infos zum Aufbau derselben und ein wenig Hintergrundgeschichte. Hier wird vor Allem der Sammel- und künstlerische Aspekt des Tabletop-Hobbies dargestellt und das in sehr guten Fotostrecken, die leider teilweise so oder ähnlich im Onlineshop oder den diversen Armeebüchern enthalten sind. Man merkt jedoch, dass hier viel Arbeit in die Präsentation gesteckt wurde und auch wenn der Informationsgehalt eher dürftig ausfällt, bin ich davon überzeugt, dass man als Vollblut-Hobbyist diesen Wälzer sicher gerne ab und zu zur Motivation und Inspiration durchblättern wird.
Selbst heute erwische ich mich manchmal dabei, wie ich in mein altes Regelbuch von 1998 reinlinse, um mir die damals aktuellen Miniaturen anzuschauen... ganz sicher wird das in 10 Jahren mit diesem Büchlein ähnlich sein.
Kurz gesagt, für den Warhammer-Fan eine schicke Zugabe, für die Spieler besteht immerhin die Möglichkeit, das Ding einfach samt Schuber im Regal stehen zu lassen.
Das Cover der dritten Edition

Buch 2 ist für Spieler ebenfalls uninteressant, denn es enthält den sogenannten "Fluff", d.h. die Hintergrundgeschichte des Warhammer 40.000 Universums. Dabei wird die Geschichte der Menschheit auf ihrem Weg ins 40. Jahrtausend dargestellt und wie es zu dieser dystopischen Zukunft kommen konnte, in der sich die Schlachten des Tabletop-Spiels ereignen.
Es fällt dabei deutlich auf, dass man nicht wie befürchtet 90% der alten Texte aus der 6ten Edition übernommen hat, sondern vieles neu verfasst und erweitert. So kann man nun auch Informationen und Geschichten über nagelneue Einheiten und Fahrzeuge bekommen, wie z.B. die Imperialen Ritter, die es beim Erscheinen des letzten Buches noch garnicht gab.
Wie immer gibt es auch einen Überblick über die verschiedenen Völker und Fraktionen, kleine Anekdoten und natürlich Diagramme und Übersichten, die alle Geschehnisse der Zukunft in eine stimmige Abfolge bringen.
Neben vielen klassischen Illustrationen haben auch wieder ein paar neue den Weg ins Buch gefunden, inklusive der wirklich sehr schicken Cover der diversen Armeebücher.
Auch wenn ich noch nicht alles durchgelesen habe, ist der erste Eindruck absolut positiv.
So ausführlich und hochwertig war dieser Teil des Regelbuches noch nie!

Klassische Illustration von John Blanche

Das dritte Buch ist auch das dickste von allen - die Spielregeln. Hier muss ich zunächst mal Kritik loswerden, denn das wilde Herumblättern wird uns Spieler auch in dieser Edition wieder verfolgen.
Man muss leider zwischen den Sonderregeln, Einheitenregeln und Grundregeln hin- und herhoppsen, um komplett zu verstehen, wie eine Einheit auf dem Spielfeld funktioniert. Schade, das wäre wirklich revolutionär gewesen!
Einen dicken Pluspunkt verdient sich dafür die Formulierung der Sonderregeln, und dass diesmal auch in fast allen Fällen geklärt wird, wie diese miteinander interagieren, bzw. wie sie sich von Anführern auf Untergebene übertragen lassen. Endlich muss man nicht mehr ausdiskutieren, wer wann und in welcher Form infiltrieren darf oder unter welchen Umständen ein Trupp furchtlos wird.
Die Referenzsektion schafft wieder einmal den Spagat zwischen nützlich und unübersichtlich - bleibt also mit Einschränkungen immer noch gut nutzbar.
Ohne jetzt nochmal auf die Regeln und Änderungen im Einzelnen einzugehen, der Gesamteindruck ist positiv und lässt kaum Zweifel daran, dass es sich um ein Regelset für Spaß- und Fluffspiele handelt.
Die Ausgeglichenheit, die für ein richtiges Turnierspiel nötig wäre, ist weder durch die Grundregeln noch durch die Armeebücher gegeben - sorry liebe Turnierfreaks!

Kleiner Tipp an Games Workshop: Wäre es nicht eine prima Idee, ein Supplement für Turnierspieler zu entwickeln? Quasi ein offizielles "streamlinig" der Spielregeln, um Warhammer 40.000 turnierfähig zu machen... das wäre sicher ein Grund für viele, das Gemecker etas zurückzufahren und obendrein ein dicker Pluspunkt auf dem geistigen Konto von Turnierorganisatoren und -Spielern.

Fazit:
Für den Hobbyfan ein super Regelpaket und todschicker Sammelschuber voller verrückter Zukunftsvisionen, allererste Sahne!
Für die reinen Spieler leider zuviel Ballast in Form von 2 für sie nutzlosen Büchern und zuviele negative Aspekte in den Spielregeln. Hier wäre es vielleicht ratsam gewesen, eine "Players-Only" Edition zu veröffentlichen, die nur die Spielregeln enthält.

Viele werden wohl noch bis zur Starterbox abwarten, die laut Gerüchteküche irgendwann in den nächsten 3 Monaten erscheint - da könnte ja unter Umständen wieder ein kleinformatiges Regelbuch drinne sein. Allerdings gibt es da schon böse Zungen, die steif und fest behaupten, dass da diesmal nur Schnellstartregeln drin sein werden, also quasi nur 1/4 des eigentlichen Regelbuches. Man darf also gespannt sein!
Naja, solange ein paar schicke Chaos-Miniaturen drinne sind, ist das Teil wieder mal sowas von auf meiner Wunschliste!!!!!

Der Inhalt der letzten Starterbox - absolut genial!

Zum Schluss noch eine gute Nachricht für alle Fans von Grün und Rot:
DA ORKZE KOMMÄN!!!
Jo, das wildeste und auch lustigste Volk des Warhammer-Universums bekommt einigen neuen Spielkrams spendiert!
Dicke Orkroboter (Gorkanaut und Morkanaut), neue Geschützstellungen, ein neuer Mechaniker (Big Mek) und wohl auch schicke Plastik-Megabosse - ein buntes Sammelsurium an coolen Neurscheinungen und ein neues Armeebuch wartet wohl auch schon um die Ecke.
Soviel Blech, soviele Knarren und sogar Flashgitz mit PIRATENHÜTEN!!
Es ist also nicht alles immer nur "grimdark" in der fernen Zukunft, die Space Orks sind und bleiben der humorige Farbklecks im dunklen Universum - das freut mich ungemein.
Bleibt nur zu hoffen, dass auch die Spielregeln wieder eine gehörige Portion Orkwahnsinn enthalten, denn es gibt nunmal nix schöneres als Ork-Autos ausser Kontrolle, explodierende Snotling-Kanonen und Fahrzeugen, die dank roter Lackierung  schneller fahren können als ohne...

Mehr Bumm dank neuer Kanonen!
Gorkanaut und Morkanaut - STAMPF!!

Dienstag, 15. April 2014

Ein Umbau steht bevor!

Nach einer kleinen Schaffenspause und längeren Überlegungen, wie es mit dem Blog hier weitergehen soll, hat sich ein neues Konzept herauskristallisiert - die Männerhobbies werden entschlackt!
Das hat nix mit Frühjahrsdiät zu tun, sondern eher mit der Zielgruppe. Ein Blog, das kein Mensch liest, ist ziemlich sinnfrei - also sollte man ein bisschen Zielgruppenwerbung betreiben.
Dabei mehrere Gruppen gleichzeitig anzusprechen, ist ein bisschen schwierig, insbesondere wenn man(n) auch mal heftigere Themen anspricht.
Kurz gesagt, wenn ich mein Blog auf diversen Tabletop-Seiten promoten möchte, stehen mir meine Kannibalen- und Zombiefilme im Weg! *argh!*
Da ich auch keine Zensuren vornehmen möchte, müssen diese Dinge wohl erstmal verschwinden...

oder wollt ihr über sowas lesen??
Zum Ausgleich gibt's in Zukunft regelmässigere Posts zu lesen und viel mehr Fotos auch von unfertigen Dingen - ist doch auch was, oder?

Da ich von meinem zweiten Steckenpferd nicht lassen kann, wird der Filmteil demnächst auf ein neues Blog umziehen - da gibt's dann auch gleich ein spannendes Projekt, dass der geneigte Leser quasi mit mir gemeinsam erleben darf! Für Spannung ist also gesorgt...

Freut Euch auf Ostern, wenn die Männerhobbies durchstarten und das Filmprojekt 50 startet!

Jawollja, immer her damit!!

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Sammelwut - wann ist viel einfach zuviel?

Jeder Sammler kennt das - irgendwann schaut man auf seine gesammelten Werke (meistens nach dem Neusortieren oder Aufräumen) und fragt sich: "Ist das nicht langsam ein bisschen zuviel?"
Naja...solange der Platz noch ausreicht um alles unterzubringen...

Ein bisschen auf die Bremse treten ist wohl die sinnvollere Methode - und ich glaube diesen Punkt habe ich bald erreicht.
Wie ich darauf komme?
Najaaaaaa....werft doch mal einen staunenden Blick auf meine John Wayne Collection von De Agostini - und dann ratet mal, wieviele dieser schicken Filmchen ich bisher angesehen habe...


Jop, einen - genau einen von über 80!
Aber man muss zugeben, das sieht doch hammermäßig aus im Schrank, oder? :-D

In einem anderen Schrank schlummern übrigens noch 5 oder 6 DVD-Boxen mit 50 Filmen auf 10 DVDs...Billigschrott aus USA, aber echte Fundgruben für Fans von grottigen Filmen...

Ach ja und im Tabletop-Schrank sieht es auch sehr wüst aus, bzw. derzeit leer, da ich alle unbemalten Figürchen derzeit neu sortiere. Dafür stehen jetzt dutzende Kisten, Kästchen und Körbe voller Figuren, Monster und Fahrzeuge auf dem Flur und harren der Dinge, die da kommen.

Wie lösen wir denn nun dieses Dilemma?

Tja, wie gesagt - erstmal auf die Bremse treten, weniger kaufen, viel weniger kaufen!

...und als nächstes: ABARBEITEN! Endlich mal die ganzen Filmchen anschauen, die meine Regale ungesehen verstopfen. Endlich die Armeeprojekte angehen, die unfertig irgendwo rumfliegen in Kisten und Kästen.


In Sachen DVDs und Filme hab ich gestern noch schnell die Dark Knight Trilogie auf DVD abgegriffen (14,99 - fast geschenkt!) und bei "Sharknado" für knapp 8 Euronen konnte ich auch nicht "Nein" sagen, aber das sind Kleinigkeiten - solange ich es so klein halte und auf 1x im Monat beschränke, sollte das hinhauen.
Zum Abbauen der Altlasten verkünde ich hier und jetzt das "Projekt 500"!
Dabei wird es nicht um 500 Filme in 500 Tagen gehen oder so, es klingt nur super und bedeutet im Endeffekt, dass ich hier bald die John Wayne Sammlung und die 50er Filmboxen ansehen und besprechen werde - Leute, das wird härter für mich als für Euch! *grins*

In Sachen Tabletop werde ich jetzt mehr abarbeiten als neu anzuschaffen - was ich schon mehr oder weniger vor 2 Monaten begonnen habe...
Leider noch ohne Fotobeweis habe ich alle meine Khorne Berserker zusammengesammelt, gebaut, repariert und grundiert und auch schon ein paar Farbschichten draufgekleckst - alles schön zusammen in einen Karton in Reichweite aufgestellt, damit die nicht wieder in der Versenkung verschwinden.
Die schon seit über  einem Jahr in einem anderen Pappkarton schlummernden Oger hab ich nun auch ausgepackt, alles nötige Zubehör bestellt (Farben, Bases, Kleber usw.) und sofort mit der Arbeit begonnen.
Das Ergebnis der ersten Arbeitswoche:

Ja und eine Woche später sinds dann schon viel mehr fertige Figuren:

Wahrscheinlich bin ich schon nächste Woche fertig damit, alle Oger zusammenzukleben und auf Bases (Standfüsse) zu setzen.
Dann folgt Grundierungsspray und die Bemalung...
Da sowas schnell langweilig werden kann, werde ich parallel dazu die Berserker bemalen und meinen neuen Heldrake fertigstellen - so verhindere ich, dass ich das Interesse verliere und alle 3 Projekte auch wirklich fertigstelle, bevor ich etwas Anderes anfange.

Meine Einkaufsliste muss ich natürlich jetzt einschränken, damit die Kisten auf dem Flur nicht noch mehr werden - soll ja nach dem Sortieren auch alles in den Schrank passen...
Was brauche/möchte ich also noch unbedingt haben?
Puh...viel zuviel...Sammelleidenschaft pur *hust*
Was wäre wirklich sinnvoll davon?
Hmm, na eigentlich nur fehlende Bauteile für die aktiven Projekte - also derzeit fast nix mehr.
Achja und eine Spielplatte - eine eigene Spielplatte für meine Wohnung! Endlich mal nicht mehr von Anderen abhängig sein, sondern einfach mal jemand zum Spielen zu mir einladen - das wär klasse!
Alles klar, haben wir notiert!

Zusammengefasst als Checkliste:

- John Wayne DVDs anschauen und darüber im Blog berichten
- 50 Movies Boxen anschaun und ebenfalls berichten
- maximal 1-2 neue DVDs pro Monat kaufen, besser garkeine
- keine neuen Figuren/Armeen fürs Tabletop kaufen
- vorhandene Figuren endlich richtig sortieren und in den Schrank packen
- vorhandene Projekte zu Ende führen - aktuell ein Heldrake, ein Karton voller Berserker und eine Armee Oger
- weiterhin regelmässig über Fortschritte berichten

Na dann packen wirs mal an - wer virtuelle Arschtritte rüberschicken möchte, um mich zu motivieren, bitte tut Euch keinen Zwang an! ;-)

Montag, 15. Juli 2013

Tabletop - wiewaswowieso?

Google und Wikipedia haben dem geneigten Leser ja schon weitergeholfen, worum es sich bei diesem geheimnisvollen Wort "Tabletop" handelt...aber wie zum Kuckuck gerät man(n) an so ein Hobby?
Nunja, wenn man als kleiner Junge schon mit diversen Plastikfigürchen gespielt hat (Master of the Universe, diverse Star Wars Figuren usw.) und obendrein zur Geburtsstunde des Privatfernsehens regelmässig vor der Glotze gehangen hat, dann ist es relativ wahrscheinlich, dass sich das ein oder andere Miniaturenspiel ins Kinderzimmer einschleichen konnte, ohne jemals von sowas wie Tabletops gehört zu haben. Die "Einstiegsdroge" für die Jungs in dne 90ern waren schlichtweg diverse Brettspiele, die massenweise Miniaturen zum Zusammenbauen & selbst bemalen enthielten und obendrein epische Abenteuer am Küchentisch versprachen.
In meinem Fall war es "Heroquest", ein Abenteuerspiel mit diversen Fantasy-Helden und Monstern, welches abgesehen von den schicken kleinen Figürchen auch ein sehr gut durchdachtes Regelwerk enthielt. Auch wenn es anfangs etwas schwer zu lernen war, hatten wir doch familienintern sehr viel Spaß daran, auch wenn sich keiner so richtig traute, die Bemalung der Figuren anzugehen.
Es folgten diverse andere Spiele, die vergleichbare Inhalte (nur leider nicht immer so durchdachte Spielregeln) und noch mehr schicke Miniaturen boten, z.B. das geniale "Starquest" (bzw. Space Crusade), das episch große "Claymore Saga" und die Brettspiele des "Schwarzen Auges" (leider waren die regeltechnisch eher mittelmässig gut).
Im Jahre 1998 stolperte ich dann mit meinem Bruder bei unserem Weihnachtseinkaufstag in der Kölner Innnenstadt über einen Games Workshop Laden...und *BÄM!* hatte es mich erwischt. Kaum einen Monat später hatte ich eine Starterbox des Warhammer 40.000 Tabletops in der Hand und klebte kleine Space Marines zusammen...
Wer schonmal in so einem Laden war, der wird die Probleme kennen, die mich dann so nach und nach wieder vom Tabletop loseisten - unfreundliches oder viel zu aufdringliches Personal, randalierende Kleinjugendliche und obendrein eine für mich doch recht weite Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln (45 Minuten mindestens), schlechte Voraussetzungen für ein dauerhaftes Hobby.
Also packte ich alles in eine Kiste...für fast 10 Jahre.
Durch das Internet waren auf einmal viele Kontakte zu anderen Spielern und Bastlern kein Problem mehr, das Auto erleichterte die Anreise und man wurde unabhängig von den Ladenketten.
Obendrein konnte man all den alten Kram von damals weiterverwenden - genial!
Naja und so bin ich dabei geblieben, habe mir das Bemalen beigebracht, viel gebastelt, gekauft, gesammelt und es ist kein Ende in Sicht!
Was daran Spaß macht? Die Freiheit in der Gestaltung, wieviel man umbauen und personalisieren kann, die Figuren an sich, die Hintergrundgeschichte (der Hersteller Games Workshop hat ein wirklich riesiges Universum als Hintergrund für seine Spielsysteme erschaffen!) und natürlich auch die Treffen mit anderen Spielern auf Turnieren und zu privaten Spielrunden.

Was ist also dieses "Warhammer"-Zeug?
Grob gesagt bietet Games Workshop 3 Spielsysteme an, in denen man ähnlich wie beim Schach mit je einer Armee gegen den anderen Spieler auf einem Spielfeld antritt. Das Spielfeld ist allerdings größer und ohne feste Spielfeldeinteilung. Die Kontrahenten haben keine festen, identischen Armeen wie beim Schach, sondern können jeweils 2 Kontingente selbst zusammenstellen. Damit man dann nicht 200 Panzer auf 20 Infanteristen hetzt (wäre ja auch sehr unausgeglichen), gibt es gewisse Regeln, was man aufstellen darf und die Menge/Qualität der Truppen spiegelt sich in Punktewerten wieder. Man einigt sich also auf einen Punktewert für die Armeen (z.B. 1000 Punkte) und wählt dann passende Einheiten für seine Armee aus. Dabei müssen immer ein gewisser Anteil an Standard-Infanteristen und ein Anführer ausgewählt werden, obendrein gibt es für alle Truppenteile ein zulässiges Maximum, damit gerade starke Eliteeinheiten und Panzer nicht alles gnadenlos überrollen.
Im Idealfall sind die Modelle alle zusammengebaut und bunt bemalt und das Spielfeld sollte auch passende Dimensionen und schöne bunte Geländeteile haben - so machts nicht nur mehr Spaß, sondern bringt auch spielerisch noch mehr Abwechslung, da es auch für Gelände wie z.B. Ruinen oder Gewässer spezielle Regeln gibt.
Je nach persönlichen Vorlieben kann man seine Gefechte in einer Fantasy-Welt ausfechten, mit mächtigen Zauberern, Untoten, Drachen, Ogern, Elfen usw. (Warhammer Fantasy Battles) oder Schlachten aus der Herr der Ringe Saga von Tolkien nachstellen (stark inspiriert von den bekannten Kinofilmen) oder sich in einem komplexen Science Fiction Universum mit Lasern und Raketen beschiessen (Warhammer 40.000).
Wer nach Alternativen sucht, wird bei den vielen anderen Herstellern von Tabletop-Systemen sicher fündig - vom Zombiespiel über Steampunk und Piraten wird so ziemlich alles Vorstellbare abgedeckt, sogar historische Kriege aus allen Zeitepochen.

In meinen Vitrinen stehen zur Zeit 4 Armeen aus der fernen Zukunft des 40. Jahrtausends:
- schaurig-böse Chaos Space Marines, genetische Superkrieger, von ewigem Hass auf die Menschheit zerfressene, psychopathische Killer, die zu ihren menschlichen Schwächen passende Gottheiten anbeten.
- mechanische Roboter (die sog. Necrons), die Jahrtausende in dunklen Gruften verbracht haben und nun wieder auferstanden sind, um das Universum für sich zu erobern.
- eine Armee von Elitekriegern, Verteidiger der Menschheit mit einem dunklen Geheimnis. Die erste Kompanie des Space Marine Ordens der Dark Angels, der sog. Deathwing.
- last but not least ein paar Handvoll Weltrauminsektenmonster, die sog. Tyraniden.

Obendrein bestitze ich eine kleine Armee der Zwerge, um Warhammer Fantasy zu lernen und massenweise unfertige Miniaturen, um bestehende Armeen auszubauen und sogar noch 2 oder 3 neue Armeen aufzubauen.

Ein Hobby, bei dem man nie so richtig "fertig werden" kann, da es immer was neues auszuprobieren gibt, insbesondere da sich die Spielregeln immer weiterentwickeln und der Hersteller auch immer wieder neue Figurenbausätze auf den Markt wirft, meist passend zu neuen Regelbüchern für das Grundspiel oder die einzelnen Armeen.
Leider sind die Preise inzwischen sehr happig, was den Einstieg wirklich erschwert, grad für die jüngeren Spieler - aber wer sich ernsthaft mit dem Gedanken trägt, mit Tabletop anzufangen und ein wenig Modellbauerfahrung mitbringt, kann da durchaus günstiger starten - man sollte sich auf jeden Fall trauen, andere Spieler anzusprechen und sich in den vielfältigen Internetforen umsehen anstatt wie wild loszukaufen und die teuren Figuren inklusive Zubehör irgendwann frustriert an die Wand zu pfeffern...

Zum Abschluss ein paar Bilder meiner Figürchen, für einen ersten Eindruck!




Samstag, 13. Juli 2013

Was sind Männerhobbies?

Was sind Männerhobbies?
Da gibt es Heimwerker, Briefmarkensammler, Angler, Weltverbesserer und dergleichen, auch exotische Dinge wie Insektenzucht, Kronkorkensammeln und wer weiß was noch alles...
Grundsätzlich bastelt der Mann gerne, weil ihm das Künstlerische nicht so liegt und natürlich sammelt er auch gerne, was bestimmt am stein(zeit-)alten Grundbedürfnis zu jagen und zu sammeln liegt. Aber nun mal alle Klischees und Grundsatzdiskussionen beiseite, es soll hier vor Allem um zwei Freizeitbeschäftigungen gehen, denen ich nun schon seit vielen Jahren verfallen bin und die immer viel Stoff für Diskussionen und Artikel bieten, die normalerweise in diversen Fanforen im Internet versickern.
Dieser Versickerung soll dieses Blog als "Sickergrube" entgegenwirken, als zentraler Auspuff für meine schriftlichen Abgase...pffff...furchtbarer Vergleich, aber wenigstens schön bildhaft und nachvollziehbar.

Thema (und Hobby) Nummer eins:
Tabletop!  Für alle, die jetzt mehr als zweieinhalb Fragenzeichen im Gesicht haben, dürfen das Wort jetzt in der Wikipedia nachschlagen, alle Anderen dürfen einmal genervt die Augen verdrehen und laut "nicht noch ein Warhammer-Blog!" seufzen.
Fertig? Super!
Im Gegensatz zu den meisten Blogs da draussen möchte ich hier eine bunte Mischung aus Eigenwerbung (Hey Leute, guckt mal was dieser begeisterte Amateur heute wieder gebastelt/gemalt hat!) und Kommentaren zu Neuheiten und Trends in der Tabletoplandschaft (quasi sowas wie "neue Püppchen doof! Alte sowieso!! Pfüüüh!) anbieten, die der geneigte Leser dann auch bissig kommentieren darf. Dabei wird's nicht nur um Standardthemen gehen, also wie gewinne ich Turniere, wie bemale ich am photorealistischsten (tolle Wortschöpfung!) usw., sondern auch um viel persönliche Erfahrungen und Meinungen, die sich sicher nicht immer mit der Allgemeinheit vereinbaren lassen...dazu aber mehr in der Zukunft, das soll ja hier nur eine kleine Vorschau werden.

Thema Nummer Zwei:
Filme! Will das auch jemand kurz auf Wikipedia nachschlagen? Nein? Perfekt!
Insgesamt ca. 3-4 Ikea-Regale (Typ Billy, der Klassiker schlechthin) vollgestopft mit DVDs und einem stattlichen Anteil VHS-Kassetten stehen in meinem trauten Heim und es werden fast wöchentlich mehr. Man kann also durchaus sagen, dass ich schon eine Menge gesehen habe und mir durchaus eine Meinung zu Qualität und Unterhaltungswert eines Filmes bilden kann.
Diese Meinung teile ich gerne, also ist auch hier ein Blog eine gute Möglichkeit das zu tun - erst recht wenns um Filme geht, die der breiten Masse eher unbekannt sind, bzw. aus ganz anderen Gründen unterhaltsam sein können, als der klassische Blockbuster im Kino.
Aber auch dazu gibt's später mehr...

Bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass ich mich über jeden Leser freue und erst Recht über jeden gutgemeinten Kommentar, sei er auch noch so negativ - im schlimmsten Fall kann ich immer noch ein paar neue Schimpfwörter lernen!

Ein kleiner Gruß vom rosa Ork der Schande: