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Dienstag, 26. April 2016

Heiße AoS-News und Problemfall Spieltisch

Tja, da unkt das gesamte Internet über die "verdummten" Spielregeln von Age of Sigmar und werkelt verzweifelt an Punktesystemen, um den ganzen Schwurbel irgendwie Turnierfähig zu machen und was macht Games Workshop? Dem Shitstorm nachgeben und eine fette Ankündigung in den Raum werfen :-)


Egal ob das Ganze jetzt in Buchform oder als PDF kommt, diese neuen Möglichkeiten werden wohl auch die letzten Unkenrufe verstummen lassen - also zumindest die berechtigten. Mehrspieler-Regeln? Ja gerne! Kampagnen-Regeln? Bestens, gerade für feste Spielergruppen absolut interessant!
Punktesystem? Endlich vernünftige Turniere ohne das übliche "Welcher Orga bastelt die brauchbarsten Regelungen" Theater...offizielle Regeln sind immer noch die beste Basis und lassen den meckererprobten Spielern weniger Angriffsmöglichkeiten gegen die Organisatoren, die im Tabletopbereich (und speziell bei Games Workshop Spielsystemen) schon immer mehr Schelte bekommen haben als nötig...

Natürlich ist uns allen klar, dass Games Workshop hier nur auf die wenig begeisternden Verkaufszahlen reagiert und dem heiligen inquisitorischen Feldzug der Warhammer Fantasy Fans endlich den Wind aus den Segeln nehmen will, aber letztendlich werden hier wichtige Lücken in einem grundsätzlich soliden Regelwerk geschlossen, die das ganze AoS-Geschwurbel hoffentlich endgültig aus seinem unverdienten Platz im Kuriositätenkabinett herausholen.

Leider steht dabei immer noch die Frage im Raum, ob sich GW mit diesem Schritt wieder in die Gewinnzone befördern kann, den AoS hat im Gegensatz zu Warhammer Fantasy eine echte Talfahrt hingelegt, die man mit einer sinnvolleren Erweiterung/Überarbeitung des etablierten Systems hätte vermeiden können. Während sich das Sci-Fi-Sytem 40K weiter ganz ordentlich verkauft, aber auch schon erste Ermüdungserscheinungen wegen seiner inzwischen doch sehr hohen Komplexität zeigt, muss man wirklich gespannt sein, ob gegen die inzwischen sehr zahlreiche Konkurrenz auf dem Sektor eine Zukunft als Genre-Primus überhaupt noch als realistisch anzusehen ist.
Was immer noch für Games Workshop als Hersteller spricht, sind die wirklich fantastischen Miniaturen und da möchte ich als Beispiel gleich mal die neuen, überarbeiteten Fantasy-Orks anführen, die nun unter dem Namen "Orruks" durch das AoS-Universum stampfen.
Wo früher grünliche Knutschkugeln in lustigen Posen und mit ungesund verkrümmtem Rücken durch's Fantasyreich stapften, bekommt man heute große, gefährlich aussehende Bestien, die zwar immer noch dank riesiger Waffen und Dekoelemente etwas "over the top" wirken, aber auf keinen Fall mehr lächerlich oder ungelenk.
Beispiel gefällig?

Ork-Schamane ohne Stirn, mit einem Unterkiefer der fast auf dem Boden schleift...
Oder Orks mit Bierbäuchen gefällig? *hust*


Da sieht der neue Megaboss doch um einiges gefährlicher aus, ein Panzer auf 2 Beinen mit richtig schön prolliger Schädeltrophäe!
Achja und ein neues Monster gibt's auch noch...richtig gigantisch und im Vergleich zum alten Kriegswyvern findet auch der Boss eine passende Plattform um sein Reittier zu führen, anstatt wie beim alten Modell die dicken Beine um einen dünnen Eidechsenhals zu knoten...






Da kann man doch echt nicht meckern, oder? :-)

Sogar das neue, ungewöhnliche Gelbschema (das nur entfernt an die alten Bad Moonz erinnert) weiß zu gefallen und das sag ich als jemand, der eigentlich nie ernsthaft vorhatte, Orks gut zu finden...höchstens als Kanonenfutter.

Es bleibt also weiterhin spannend im Games Workshopland ;-)

Sicher fragt sich der ein oder andere inzwischen, wieso ich hier immer nur herumtheoretisiere, aber nicht endlich selbst das Spielsystem teste und mal ein paar persönliche Erfahrungen einbringe. Tja, die Antwort ist eigentlich ganz einfach - zum Einen fehlt schlichtweg die Zeit, endlich mal eine oder zwei Testarmeen fertigzustellen oder zumindest spielfertig zu machen und zum Zweiten habe ich immer noch keine Spielplatte!
Letzteres stellt sich doch als größeres Problem dar als ich dachte.
Die Möglichkeiten sind vielfältig, die Investitionen schwer zu überschauen und letztendlich ist da auch noch der Zeitfaktor...aber fassen wir doch dazu einfach mal meine Überlegungen zusammen.

Tisch Konzept 1: der Klassiker.
Sehr beliebt für den heimischen Hobbyraum ist der klassische Aufbau aus 1-2 Holzplatten, die die gewünschte Spielfläche im "Gardemaß" von 48 x 96 Zoll ergeben, gerne auch mal abgerundet auf die deutschen 120 x 180 cm. Dazu ein paar Sägeböcke und fertig ist die Spielplatte, bei Bedarf kann man die Oberfläche noch mit Modellbausand oder -Gras dekorieren.
Ehrlich gesagt ist mir das alles zu wackelig und unpraktisch, dazu kommt die dusselige Umrechnerei des Zollwertes in Zentimeter, damit Karlheinz im Baumarkt mit dem Zurechtsägen nicht überfordert wird und einmal unvorsichtig rumgestolpert, fällt das Ding in sich zusammen...
So eine Konstruktion sehe ich eher als Notbehelf an.

Tisch Konzept 2: echte Möbel.
Einen echten Tisch oder sogar Klapptisch als Basis? Klingt gut, aber es gibt schlichtweg kein Möbel mit passenden Maßen oder man muss gleich 2 Tische anschaffen, die zusammengestellt die passende Größe haben (natürlich hier in Deutschland auch wieder nur der Annäherungswert in Zentimeter).
Ziemlich teurer Spaß!
Lustigerweise gibt es inzwischen einen "perfekten Klapptisch" samt schicker Gaming Mat, schön stabil, perfekte Größe und sogar relativ erschwinglich - doch ein Blick auf das Angebot enthüllt einen dicken Fehler:

http://www.gamemat.eu/our-products/folding-board/6-x4-g-board-deal-including-g-mat/sk/

Abgerundete Ecken!! Geht natürlich garnicht, erst recht nicht wenn die Ränder der Gaming Mat nicht abgerundet sind und dann herunterhängen...

Man könnte natürlich noch den Schreiner seines Vertrauens fragen...wenn man reich ist und der Schreiner auch ein gutes Konzept hat, weil er versteht worum es bei dem Projekt geht.

Neee neeee neeeeeeeeeeeee, das muss doch auch einfacher gehen!!!

Ach und da wäre noch ein wichtiger Punkt: Wenn man ein schickes Spielfeld mit passender Größe hat, was zum Henker macht man mit dem Spielmaterial, dem Knabberzeug, den Getränken? Beistelltische daneben stellen? *lach*
Am besten noch per Durchbruch die Küche, das Wohnzimmer und Esszimmer miteinander zum Spielzimmer verbinden, damit sowohl die Spielplatte samt Beistelltischen und Sitzgelegenheiten noch Platz hat! Sauber!! :-)

Kommst Du an die Würfel Jürgen? *hust*

Kommen wir also zu Konzept Nummer 3: groß, günstig, klappbar!
Das magische Wort heißt "Tischtennisplatte" *tusch!*
Abgesehen vom Din-Maß für Tischtennisplatten, das eventuell mit 2,70 Meter Länge etwas überdimensional ist, findet man Mini-Platten in vielen verschiedenen Größen. Gerade auf dem Gebrauchtmarkt ist da viel zu entdecken zu richtig freundlichen Preisen. Flexibel ist sowas dank Klappbauweise und die Größe des eigentlichen Spielfeldes lässt sich ganz simpel durch eben eine Gaming Mat der gewünschten Größe bestimmen - so bleibt immer fein Ablagefläche übrig für alles, was man so benötigt.
Natürlich kann man auch ein Luxusspielfeld wie z.B. die Realm of Battle von Games Workshop auf diesen Tisch stellen, oder sich halt ne kleine Sammlung an Matten anlegen, um mehr Flexibilität bei Szenarien oder unterschiedlichen Wargaming-Settings (Sci-Fi, WWII, Fantasy usw.) zu haben.
Für mich gewinnt diese Alternative von Tag zu Tag mehr Sympathiepunkte und ich hoffe meinen Plan in 1-2 Monaten umsetzen zu können...

Fehlt dann nur noch eine Handvoll Modellbaugelände und Freiwillige zum Testen - mehr dazu zu gegebener Zeit, wie immer hier im Blog!

P.S.: Games Workshop bereitet wohl eine Rückkehr des HdR- bzw. Hobbit-Wargames vor - brauchen wir wirklich eine Wiederbelebung eines von vorne bis hinten Erfolglosen Spielsystems? Zumindest die Mordor-Orcs sehen das noch skeptisch...

 

Donnerstag, 12. Februar 2015

Zurück aus der Pause - mit mehr Zoats!

Das Hobbyjahr 2014 endete mit einem Paukenschlag: 2. Platz im Teamturnier Siegburg, hurrah!
Tja...und was passierte dann?
Um ehrlich zu sein, fast garnichts. Weihnachten, Silvester, Geburtstag und viele kleine und große Erlebnisse knappsten mir sowohl Zeit als auch Motivation ab, Kleber und Pinsel blieben in den diversen Umzugskisten und meine Hobbyaktivitäten bestanden vornehmlich darin, neuen Freunden und Bekannten Fotos meiner Minis zu zeigen und immer wieder zu erklären, warum ein erwachsener Mann in seiner Freizeit gern mit Püppchen spielt.


Natürlich bleibt man immer gut informiert, denn selbst wenn der Bastel- und Maldrang fehlt, ist doch immer Zeit für einen Ausflug in die Welt der Blogs und Internetforen...
Was gibt's also zu vermelden?
Endtimes, Endtimes, Endtimes! Nach der Rückkehr des Mega-Nekromanten Nagash (und diverser anderer Untoter), den gigantischen Nurglemonstern (Glottkin & Friends) haben sich auch diverse Rattendämonen und Elfen dem großen "Tabula rasa" in GW's Fantasywelt angeschlossen. Zum Glück habe ich einen starken Willen, sonst wäre der Onlineshop schon leergekauft...sooo viele Umbaumöglichkeiten, so viele wirklich exzellente Bausätze, da kann man wirklich sagen was man will, Games Workshop steht definitiv an der Spitze der Nahrungskette!
Lustigerweise drehen jetzt dank der Endzeit-Story die Gerüchteküchen völlig durch, man munkelt von einer neuen Regeledition für Warhammer Fantasy, die das Spielprinzip und die Spielwelt total umkrempeln wird. Aus der sog. "Alten Welt" wird eine Splitterwelt mit kleinen Inseln im Weltraum, die Anzahl der sich bekriegenden Fraktionen schrumpft auf 6 und Miniaturen wird es nur noch in limitierten Auflagen geben (inklusive "Spielregeln in the box") - wer nicht sofort zuschlägt, ist nicht up to date!
Klingt komisch? Jau, ziemlich komisch und selbstverständlich schreien die selbsternannten Experten schon wieder lauthals "Warhammer geht unter! Games Workshop geht pleite!"...
Wir werden wohl abwarten müssen, ob überhaupt irgendwas an den Gerüchten dran ist, aber letztendlich werden wieder genug Leute ihrem Spiel treu bleiben, denn jede neue Regeledition sorgte bisher für einen netzweiten Aufschrei... und was ist letztendlich passiert? Genauuu, garnix! Wir haben weiter unser "Plastik-Crack" gekauft, Turniere besucht und bei Bier & Bretzeln unsere Schlachten im heimischen Wohnzimmer geschlagen und ich bin sicher, so wird es auch diesmal sein!


Auch in der Spielwelt des 40. Jahrtausends hat sich einiges getan: Necrons und Blood Angels wurden mit neuen Regelbüchern an die 7. Edition angepasst und das Gemecker hielt sich sogar in Grenzen, allerdings waren die Anpassungen auch eher geringfügig. GW hat definitiv einen guten Weg eingeschlagen, grenzwertige Sonderregeln wurden ausgemerzt, hier und da Punktewerte sinnvoll angepasst und mit den immer beliebter werdenden Formationen ein probates Mittel eingeführt, auch mal abseits vom althergebrachten Armeeorganisationsplan zu experimentieren, ohne gleich die gesamte Spielbalance auszuhebeln - bravo!
Auf dem Supplement-Sektor steht uns ein echter Knüller bevor, denn die Harlequine kehren zurück!
Die beliebten Weltraumclowns bekommen schicke Tricks & Formationen sowie ein schickes kleines Antigravauto spendiert, was sicher vielen Fans aus alten Tagen das Pipi in die Augen treiben wird.
Da kann man ruhig mal applaudieren!
Eigentlich sollte GW jetzt nur noch ein paar Ausrutscher wie den Phantomritter & Serpent der Eldar und den allseits beliebten Riptide korrigieren und endlich einen Chaos-Codex abliefern, der spielerische Abwechslung bietet UND die Chaos Legionen adäquat aufs Spielfeld bringt, dann wäre mein Hobbyglück perfekt. Allerdings muss man auch sagen, dass gerade die Supplements noch einiges an Potenzial haben...
Letztendlich würde mir ein anständiger Basis-Codex für Chaos Renegaten schon reichen, wenn es dafür garantierte Supplements für die Legionen gäbe.
Na und wenn schon die Harlequine aus dem dunklen Nebel der ersten WH40K-Editionen ein Revival spendiert bekommen, wie wäre es denn mit einer Rückkehr der Symbiontenkulte, Squats und Zoats?


Und schon haben wir wieder eine geschickte Überleitung geschafft, denn beim Thema "Zoats" klingelt es bestimmt bei dem ein oder anderen im Hinterstübchen.
Jawoll, es geht weiter! Meine uralten und viel zu teuren Zinn-Nashorn-Eidechsenzentauren, die als Platzhalter für eine Motorrad-Armee herhalten dürfen, haben einige Fortschritte gemacht.
Inzwischen sind alle Originalmodelle fertig gebaut und warten in der Vitrine auf die ersten Farbkleckse...


Wer genau hinguckt, sieht auf der unteren Etage ein altes Resinmonster von Armorcast, ein "Haruspex" ... auch so ein Projekt für "irgendwann mal wenn ich Zeit hab", insgesamt besitze ich ganze 3 Stück davon (verflixte Sammelwut!).

In der mittleren Etage ganz rechts steht das Chronopia-Modell, dass ich ursprünglich als Platzhalter für den Meister der Mopeds "Kor'sarro Khan" nutzen wollte, doch leider stellte sich heraus, dass dieses Mistviech einfach zu breit ist und nicht auf eine Moped-Base passt!
Eine schöne Alternative wäre natürlich gewesen, einen uralten "Super-Zoat" (Dominator genannt) aufzutreiben, aber die Preise im Netz für solche Raritäten liegen bei ca. 150 Euro und höher, das ist es mir dann echt nicht wert für so einen kleinen Klumpen Zinn...
Glücklicherweise fand sich dann doch noch eine günstige Alternative, ein Nashornzentaur...
Mit ein bisschen sägen und hacken befreite ich den von seinen Ohren und Hörnchen und es fehlt nur noch eine Nachbearbeitung mit Modelliermasse, um die angesägten Stellen zu kaschieren und die Nashornschnauze in ein Atemgerät zu verwandeln.

Nice & cheap!

Wie erwartet werden die drei geplanten "Trikes" wohl der schwierigste Teil dieses Projekts. Als Basis wählte ich Drachenoger, weil die von der Größe her recht gut ein Moped mit Beiwagen repräsentieren können und immerhin schon zentauren- und echsenartig aussehen. Leider stellte sich das "aufpimpen" der Modelle mit Biowaffen der Tyraniden als etwas schwierig heraus, da die dynamischen Posen teilweise nicht gut zu Schusswaffen passen...
Viel schwieriger sind allerdings die Köpfe - Oger sind zu humanoid, da kann man nicht mit 2 Handgriffen einen Echsenkopf draus machen! Naja und als ich dann spontan ein paar Köpfe von Sauruskriegern der Echsenmenschen erworben hatte, waren diese schlichtweg zu winzig... quasi wie Schrumpfköpfe.
So stehen die Jungs also fast fertig herum und warten auf Eidechsenköpfe...
Alternativen habe ich noch, so könnte ich die Köppe von Alligatormenschen (Kroxigoren) verwenden (mal sehen was der Gebrauchtmarkt da so hergibt) oder auch ein paar Reitechsen der Echsenmenschen köpfen - mal sehen was da besser funktioniert.
Zumindest sind die Modelle bis auf die Köpfe so gut wie fertig und sehen wirklich beeindruckend aus, mal sehen wie gut die dann am Ende zu den Zinn-Zoats passen werden.


Solange die "Kopffrage" in der Schwebe hängt, muss ich aber nicht untätig bleiben - ein bisschen Modelliermasse für den Chef und die Bases müssen noch gestaltet werden. Mit Tyraniden-Teilen und Acryl-Strukturpaste sollen die Bases einen organischen Look verpasst bekommen, wie ich es schonmal an ein paar Weltraumkäfern getestet habe.

Es läuft also soweit, bis zum Superturnier im Herbst (ihr wisst schon, die RMM) wird die Armee sicher fertig, hoffentlich bekomme ich vorher schon ein paar Gelegenheiten zum Spielen, da ich bisher noch sehr sehr wenig Erfahrungen mit Mopeds habe...naja, bis auf meinen Nurgle-Lord, der sich gerne mit dem Bike zu Tode fährt...

In diesem Sinne, game on!


Montag, 13. Oktober 2014

GW liebt Papa Nurgle!

Mann-o-meter, das sind mal tolle Neuigkeiten - im Zuge der Veröffentlichungen zur neuen "Warhammer End Times"-Erweiterung erscheint wohl bald ein zweiter Teil, der sich diesmal nicht mit dem untoten Super-Nekromanten Nagash, sondern mit den Jüngern des Chaos-Gottes des Verfalls, Papa Nurgle beschäftigt!
Natürlich ist das eher für Fantasy-Spieler interessant, doch passend zum Buch erscheinen schon jetzt ein paar schicke neue Modelle, die sich auch hervorragend für Armeen des 40. Jahrtausends eignen...

Den Anfang machen die "Putrid Blightkings", übergrosse Chaoskrieger mit unzähligen Mutationen, fettleibig, schleimig, absolute spitzenklasse! Im Grunde kann man die Modelle schon so wie sie sind als Chaosbruten einsetzen, doch auch als besondere Charaktermodelle (z.B. verseuchte Chaoshexer oder Herolde der Chaosdämonen) machen die Jungs echt was her. Auch ein besonderes Charaktermodell, quasi ein Anführer für die Blightkings, ist jetzt vorbestellbar: Gutrot Spume (beknackter Name!).
Optisch wirkt dieser wie eine übergroße Version des bereits erhältlichen Nurgle-Helden aus Plastik, für meinen Geschmack bietet er zuwenig Besonderes, um den hohen Preis zu rechtfertigen - da investiere ich die Kohle lieber in einen Dreierpack Blightkings.
Trotzdem sehr erfreulich, dass GW uns Chaos-Fans sowas schickes spendiert - und obendrein lauert noch ein echtes Schmankerl auf unsere Geldbeutel: ein riesiges Nurgle-Monster!
Genauer gesagt wird es wohl ein besonderer Chaos-Held names "Glotkin" sein, der auf einem ziemlich großen Nurgle-Monster reitet - auch wenn das Ding sicher relativ teuer sein wird, wartet da auf jeden Fall ein beeindruckendes Vieh auf den geneigten Bastler, da lässt sich bestimmt was cooles für die eigene Chaos-Armee der Zukunft aufstellen...

Mutiert, aber glücklich: die Blightkings!

Glotkin und sein Reittier.

Je nach dem wie groß dieses Vieh wird, könnte man es z.B. als großen Verpester oder sogar als Chaos-Knight einsetzen.

Leider gibt es noch keine Vorhersagen, Ankündigungen oder Gerüchte, ob es in absehbarer Zukunft auch neue Supplements für die Chaos Space Marines geben wird, obwohl sowas eigentlich längst überfällig wäre.
Bleiben also vorerst nur die Möglichkeiten, per Allieertenmatrix oder "unbound"-Spielereien seine Lieblings-Chaoslegion auf dem Spieltisch darzustellen... soweit die Spielumgebung es halt zulässt. Insbesondere auf Turnieren wird es also weiterhin schwierig, eine schicke Iron Warriors oder Alpha Legion zu spielen, ohne dabei mächtig auf den Deckel zu bekommen.


Ein kleiner Nachtrag zum Thema "Dark Eldar":
Der Codex ist inzwischen erschienen und auch das erste Supplement wurde bereits eingängig im Internet ausdiskutiert.
Das Ergebnis ist, auch aus meiner Sicht, ziemlich eindeutig: Die Armee ist weiterhin eine echte "Glaskanone" mit hohem Schadenspotenzial, aber wenig Durchhaltevermögen.
Wieder einmal hat Games Workshop einige der exotischen Sonderregeln ausgemerzt und durch gängige ersetzt und wie schon in den letzten Veröffentlichungen (z.B. Astra Militarum) einige namhafte Charaktere wegfallen lassen, was mal wieder zu einigem Unmut im Internet geführt hat. Allerdings muss man auch so ehrlich sein und zugeben, dass in der Vergangenheit einige dieser besonderen Charaktermodelle so gut waren, dass sie in fast jeder Armee auftauchten - ich nenne diesen Effekt das "Coteaz-Syndrom", benannt nach dem legendären Inquisitor Coteaz, den man inzwischen in jeder Turnierarmee mit imperialem Hintergrund, egal ob Space Marines, Astra Militarum oder Inquisition wiederfindet, weil er für wenig Punkte einfach zuviele Pluspunkte mitbringt.
Insofern ist es zwar eine mutige Entscheidung, die Anzahl der Charaktere zu verkleinern, aber spieltechnisch durchaus eine sinnvolle Sache.
Es wäre allerdings wünschenswert, wenn diese Charaktere vielleicht als "Lord of War" über Dataslates und Supplements wieder mit Spielregeln versorgt würden - so verschwinden die legendären Figuren nicht aus dem Spiel, werden aber nicht so inflationär eingesetzt.

Immerhin hat GW mit dem Supplement "Haemunculus Covens" ein kleines Schmankerl für Dark Eldar-Fans geliefert: man kann nun eine schicke Armee aus Haemunculi und ihren diversen Fleischkonstrukten aufstellen, bzw. in seine "normale" Dark Eldar-Armee integrieren. Insgesamt sind diese Einheiten etwas stabiler, aber weniger mobil - dafür meiner Ansicht nach sehr stilvoll und mit einem soliden Gruselfaktor.
Ob sich die Dark Eldar weiterhin erfolgreich auf Turnieren spielen lassen, wird man wie immer abwarten müssen. Zumindest kursieren noch keine "Gewinnerlisten für Dummies" im Internet, was ich einfach mal als gutes Zeichen deute - bleibt zu hoffen, dass auch hier ähnlich wie bei den Tyraniden, bunt gemischte Listen mit interessanten Synergien auftauchen werden. Wobei ja Games Workshop bei den Tyraniden dank vieler Flieger und der Supplement-Formation "Skyblight" leider einen "fliegenden Circus" wie früher bei den Chaosdämonen etabliert hat - getreu dem Motto "Vielflieger verdienen Bonusmeilen"...

Ein typischer Tyraniden-Fliegerhorst...

Zum Abschluss noch eine kleine Entschuldigung: Wer an dieser Stelle News zu meinen neuen Zoats erwartet hatte, muss sich leider noch etwas gedulden. Dank einer unfreiwilligen "Umgestaltung" meiner Lebensverhältnisse bin ich zur Zeit noch etwas unmotiviert und ungeordnet, um an meiner neuen Armee weiterzubasteln. So langsam krieg ich jedoch die Situation in den Griff und gedenke schon bald meine Bastelutensilien wieder in die Hand zu nehmen...falls ich bis dahin herausgefunden habe, in welchem Umzugskarton die Dinger gelandet sind! ;-)

Bis dahin fröhliches Flughundezüchten Euch allen!!

Meint der mich? Ich kann doch garnicht fliegen...

Donnerstag, 31. Juli 2014

Werwolf-Wikinger und Weltmeister

Hurrah, die Space Wolves sind da!
Najut, ganz so enthusiastisch bin ich nicht, aber eins muss man den Weltraumwölfen lassen - sie sind sehr sehr stylisch.
Schon meine ersten Begegnungen mit den Space Wolves (als noch die 5. Edition aktuell war) waren spannend und abwechslungsreich und zeitweise hab ich sogar darüber nachgedacht, selbst ihre Spielregeln zu nutzen...
Im Vergleich zu den "normalen" Space Marines zeichnen sich die Wölfe durch ihren starken Bezug zur nordischen Mythologie aus. Sie tragen schicke Rauschebärte und Langhaarfrisuren, reiten auf riesigen Wölfen und geben sich selbst und ihren Tierchen gerne nordische Namen.
In ihrem Arsenal finden sich so spassige Dinge wie Cyberwölfe, Cyberwolf-Kavallerie, Werwölfe und jede Menge Spielzeug für Nahkämpfer.
Obendrein waren sie eine zeitlang berüchtigt für ihre Unterstützungstrupps, die bis Oberkante Oberlippe mit Raketenwerfern vollgepackt werden und auch noch ihr Unterstützungsfeuer auf 2 statt 1 Ziel aufteilen durften - hammermässig!

Doch mit der 6. und jetzt 7. Edition fiel ihre Kampfkraft doch deutlich ab, da vor Allem ihre Nahkampfkraft mit dem aktuellen Fokus auf massives Geballer ziemlich an Wert verlor.
Nun naht die Rettung in Form eines neuen Codex und neuer Einheiten.

Den Anfang macht dieses Gefährt hier:
Auch wenn das Teil wie ein Brotkasten mit Düsenantrieb aussieht, verbirgt sich dahinter doch ein interessanter neuer Flieger, der entweder als Feuerunterstützung eingesetzt werden kann, oder alternativ als Truppentransporter mit Sturmrampe, d.h. wer da drin sitzt, darf nach dem Aussteigen gleich in den Nahkampf stürmen.
Was auch immer die Wölfe also als Nahkampftruppen spendiert bekommt, dank Stormwolf bringt man sie schnell an die Front und ins Gesicht des Feindes -  so ein Ding wünsche ich mir echt für meine Khorne-Berserker!

Auf die vielen Gerüchte zum Thema "was steckt im neuen Codex drin?" will ich mich erstmal nicht äußern - mir sind Fakten lieber als Spekulationen. Einen Knaller will ich jedoch nicht vorenthalten...
Björn!
Space Wolves sind die einzige Armee, die legal und ohne Tricksereien einen Cybot als Armeeführer einsetzen darf: Björn Wolfsklaue.
Entgegen dem Trend bei Games Workshop, beliebte Modelle (insbesondere sehr alte) und Charaktere aus neuen Codizes rauszuwerfen, bekommt Björn wieder einen Platz im neuen Codex und obendrauf noch einen todschicken neuen Bausatz, aus dem man noch einen weiteren speziellen Cybot namens "Murderfang" basteln kann... oder einfach einen "normalen" Cybot mit massenhaft wikingermässigen Verzierungen.
Der neue Björn!
Man darf wirklich gespannt sein auf die Weltraumwölfe und ich bin sicher, wenn die Jungs wieder gute Nahkampfregeln bekommen, wird sich so mancher Chaos-Spieler wieder innerlich fragen, wieso Codizes für loyale Marines viel passendere Spielregeln für die Chaoslegionen bekommen...
Es gab schon in der 5. Edition viele Khorne-Fans, die sich an den coolen Nahkampfeinheiten der Wölfe erfreuten - so konnte man coole Khorne-Molochreiter als Wolfskavallerie spielen und die Standardeinheiten der Space Wolves hatten sogar mehr Nahkampf-Power als waschechte Khorne-Berserker!
Tja und wenn der neue "Murderfang"-Cybot tatsächlich so ein Nahkampf-Monster wird, wie man munkelt, wäre das doch eine tolle Möglichkeit einen Khorne-Cybot darzustellen!
Lassen wir uns also überraschen...

Ein weiteres Tabletop-Highlight steht noch auf dem Programm, denn schon nächste Woche findet die ETC 2014 statt!
Die sogenannte "European Team Championship" ist quasi die komplett privat organisierte, inoffizielle Weltmeisterschaft (denn es sind auch Mannschaften zugelassen, die nicht aus Europa kommen) im Tabletop. Gespielt werden Flames of War (2. Weltkrieg mit kleinen Panzern im 15mm Maßstab), Warhammer Fantasy und natürlich Warhammer 40K.
Am 06. und 07.08. finden erstmal die Einzelspieler-Turniere in allen drei Spielsystemen statt und vom 08. bis zum 10.08. geben sich dann die Nationalmannschaften der teilnehmenden Länder gegenseitig auf die Nase.
Wie schon letztes Jahr findet die ETC in Novi Sad in Serbien statt - die Organisatoren haben so eine ausgezeichnete Arbeit abgeliefert, dass sie auch dieses Jahr den Zuschlag erhielten.
Unsere deutsche Mannschaft ist natürlich schon mitten im Training und man darf gespannt sein, ob sie ihrer Favoritenrolle als Sieger der ETC 2013 wieder gerecht werden!
Wer sich mal genauer über dieses Event informieren möchte, dem sei die Homepage der ETC wärmstens ans Herz gelegt - sehr schick designed und informativ:
http://etc-events.com/events/etc-2014/

Wie jedes Jahr wird es auch wieder diverse Liveticker geben, wer sich  also nächstes Wochenende ein bisschen informieren möchte, sollte ein Auge auf das Forum der GW-Fanworld haben:
http://www.gw-fanworld.net/content.php
Oder alternativ mal auf dem Blog der 40Kings vorbeischauen:
http://www.40kings.de/

Ganz bestimmt werde ich wieder mitfiebern, auch wenn ich zumindest den 09.08. wohl bei einem kleinen Turnier in Schwerte verbringen werde.

In diesem Sinne also einen feuchten Wikingergruß an alle und bis bald!


Freitag, 2. Mai 2014

Wie auf Bestellung...

Tja, kaum lasse ich mich mal etwas ausführlicher zum Thema "Games Workshop seine komplexen Regelbüchers", schon kommt es zur Ankündigung der Lösung:
Am 24. Mai wird ein neues Regelbuch für Warhammer 40.000 erscheinen!
Ha gut okay, es ist nur ein Gerücht - doch die Hinweise und Vorzeichen lassen beinahe keinen anderen Schluss zu - Vorabfotos, Emails an Händler usw. wurden gesichtet.

Doch was genau wird im neuen Buch stehen?
Ganz sicher kein komplett neues Regelwerk, oder?

Die Gerüchteküche spricht von diversen Änderungen, um den Einbau der diversen Armeen, Verbündeten und Formationen etwas eindeutiger und einfacher zu gestalten.
Perfekt, genau das brauchen wir!
Obendrein munkelt man von Regeländerungen, die den Nahkampf wieder etwas interessanter machen und respektive die Übermacht von Beschuss-Armeen etwas nivellieren werden...
Oh welche Freude, seit wann macht Games Workshop mir denn persönliche Geschenke?

auch Obama kann's kaum glauben...

Ich bin immer vorsichtig, wenn die Internet-Gerüchteküche überkocht, doch ein Funken Wahrheit steckt fast immer dahinter.
In den nächsten 14 Tagen werden wir sicher mehr darüber erfahren, ich bin schon sehr gespannt.

Bis dahin kann man sich ja mit den neu erscheinenden Waldelfen vergnügen...


  Na gut, ich gebe zu, dass ich kein Elfen-Fan bin. Hochelfen sind hochnäsig, optisch langweilig und bieten im Tabletop relativ wenig Raum für verrückte Umbauten. Dunkelelfen sind zwar etwas stylischer und dürfen mit der Hydra sogar ein recht cooles Monster in den Kampf führen, trotzdem sind und bleiben sie einfach ein Haufen androgyner Heinis in leicht gothic-angehauchten Lederrüstungen.
Neben meiner großen Hassliebe, den Weltraumelfen (bzw. Eldar im Sci-Fi Universum von Warhammer 40K) sind die Waldelfen jedoch die schlimmste aller Elfenplagen - androgyne Hippie-Baumkuschler in grünen Klamotten, die noch nichtmal die coole Mode aller Hippies tragen (und sicher auch nie nen Bully mit großen Prilblumen-Aufklebern fahren würden).
Doch längst nicht jeder da draussen ist da meiner Meinung und eine eiserne Fraktion an Elfenliebhabern hat über die Jahre treu zur Baumkuschler-Armee gehalten, obwohl Games Workshop die lieben Jungs und Mädels sehr lange vernachlässigt hat.
Doch jetzt sind sie wieder da mit schickem Armeebuch (welches man auch wieder als hoffnungslos überteuerte limitierte Edition kaufen kann), ein paar neuen Elfenchefs und einem ziemlich großen Baummensch-Bausatz, aus dem man 3 verschiedene Baummonster basteln kann.
Natürlich kommen da noch ein paar neue Figuren dazu in einer zweiten Welle (auch ein neuer Trend bei GW), doch der Baumheini ist wieder ein gutes Beispiel um zu zeigen, dass der Trend bei Games Workshop weiter in Richtung viele Details und mehr Ernsthaftigkeit, also insgesamt einem dunkleren und "realistischeren" Stil geht. Die Albernheit und "Comichaftigkeit" alter Tage ist passé und flackert nur sporadisch wieder auf.
Am Beispiel des "Treeman Ancient" ist das wieder gut zu erkennen, denn was früher ungefähr so aussah:

Sieht heute dann so aus:

Ohne Frage ein beeindruckendes Modell, aber irgendwie auch nichtssagend.
Da bin ich dann wieder froh, wenn Modelle mit Bezug zu uraltem Zinn-Unfug aus den frühen 90ern erscheinen, wie mein persönlicher Liebling, der "Rasenmäher des Khorne".

Neues Modell

Altes Modell

Mal sehen, ob die neuen Spielregeln den Einsatz dieses Monstrums auch ohne zweitausend zusätzliche Bücher möglich macht, dann landet der sicher bald auf meinem Basteltisch.
Alle Elfen-Fans mögen mir meine Anfeindungen verzeihen, letztendlich ist das ja alles Geschmackssache und in den Herr der Ringe Filmen fand ich Legolas und Elrond auch ziemlich cool, es stinkt also längst nicht alles nach Fisch, was ein Elf ist...
Im Tabletop sind mir kantige, testosterongefüllte Berserker halt sympathischer als die eleganten, glattpolierten Edelmänner, mir waren ja schon als Kind echte Wikingerfilme lieber als die Karl May Indianer-Epen.
Warten wir also ab, was die nächsten Wochen so bringen und welche Monster und Mutanten letztendlich den Weg auf meinen Basteltisch finden, gibt's natürlich brühwarm hier im Blog zu lesen.

Wenn alles zusammenklappt, können wir notfalls einfach Kürbisse züchten gehen...